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14.01.2003

23:30 Uhr

Verhaltener Ausblick

Intel-Ergebnis besser als erwartet

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat im vierten Quartal 2002 bei einem leichten Umsatzanstieg den Gewinn mehr als verdoppelt und damit die Erwartungen von Analysten übertroffen. Das Unternehmen schraubte allerdings seine Investitionspläne für das laufende Jahr stärker zurück als von Analysten erwartet und rechnet für das laufende Quartal mit einem für die Jahreszeit typischen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorquartal.

Reuters SANTA CLARA. Die Intel-Aktie lag am Dienstag im nachbörslichen Handel mit 17,94 Dollar etwas über ihrem Schlusskurs von 17,79 Dollar. Die Aktien von Chipausrüstern reagierten dagegen mit deutlichen Kursverlusten auf die von Intel geplanten Investitionskürzungen.

Höhere Nachfrage nach teureren Chips

Im Berichtsquartal sei der Reingewinn auf eine Milliarde Dollar oder 16 Cent je Aktie gestiegen von 504 Mill. Dollar oder sieben Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum, teilte Intel im kalifornischen Santa Clara nach Börsenschluss mit. Der Umsatz habe sich auf 7,2 Mrd. Dollar von 7,0 Mrd. Dollar erhöht. Intel konnte im vierten Quartal beim Umsatz den Anteil der teureren Chips für Laptops und Server-Computer steigern. Der durchschnittliche Verkaufspreis für Mikroprozessoren sei damit gestiegen. Analysten hatten den Gewinn je Aktie im Durchschnitt mit 14 Cent und den Umsatz mit 6,9 Mrd. Dollar prognostiziert.

Intel will nach eigenen Angaben die Investitionen in diesem Jahr auf 3,5 Mrd. bis 3,9 Mrd. Dollar senken von 4,7 Mrd. Dollar 2002. Analysten waren im Schnitt bislang von einem Investitionsvolumen für 2003 von rund vier Mrd. Dollar ausgegangen. Die geplante Senkung ist eine schlechte Nachricht für die Chip-Ausrüster, deren größter Kunde Intel ist. Die Aktien der führenden Chip-Ausrüster, Applied Materials , KLA-Tencor und Novellus , gaben im nachbörslichen Handel deutlich nach.

Erstes Quartal scheint schwächer zu werden

Für das laufende erste Quartal erwartet Intel den Umsatz zwischen 6,5 Mrd. und 7,0 Mrd. Dollar. Ein Umsatzrückgang im ersten Quartal im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres sei typisch, sagte Finanzchef Andy Bryant.

Die Geschäftsentwicklung beim Branchenprimus Intel gilt als Barometer für den Trend in der Halbleiterindustrie. Nach ihrer bislang stärksten Krise hofft die Branche auf eine Erholung im laufenden Jahr. Intel hat am Markt für Mikroprozessoren für Personalcomputer einen Anteil von rund 80 %. Mikroprozessoren sind gleichsam die "Gehirne" von Computern. Branchenzweiter ist Advanced Micro Devices (AMD). AMD will seine Quartalszahlen am Donnerstag vorlegen. Analysten gehen auch bei AMD von soliden Geschäftsergebnissen aus.

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