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23.01.2003

17:15 Uhr

Verhandlungen über neue Beiträge

Münchener Rück erwartet moderaten Prämienanstieg

Die Münchener Rück beurteilt die Ergebnisse der Verhandlungen über die neuen Beiträge für ihre Kunden - die Erstversicherer - positiv und rechnet in diesem Jahr mit höheren Prämieneinnahmen. "Wir sind sehr zufrieden mit der Erneuerung 2002/2003, da sich der tief greifende Marktumschwung fortgesetzt hat", sagte eine Sprecherin der Münchener Rück am Donnerstag auf Anfrage.

Reuters FRANKFURT. Der Trend von in den vergangenen Jahren unzureichenden Preisen und Bedingungen hin zu einem - wenn auch noch nicht überall erreichten - risikoadäquaten Niveau habe sich fortgesetzt, erläuterte die Sprecherin. Insgesamt erwarte der weltgrößte Rückversicherer 2003 ein eher moderates Wachstum bei den Prämieneinnahmen. Dies resultiere in erster Linie aus Preiserhöhungen und nicht so sehr aus den anderen für das Ertragspotenzial entscheidenden Faktoren wie dem Neugeschäft, Anteilserhöhungen oder der Geschäftsaufgabe.

Die für das Rückversicherungsgeschäft aussagekräftige Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) werde weiter sinken und sollte wie geplant 2003 unter 100 Prozent fallen, bekräftigte die Sprecherin. Diese Quote zeigt das Verhältnis des Aufwandes für Schäden und die Verwaltung in Relation zu den Beitragseinnahmen - ein Wert unter 100 Prozent signalisiert also einen positiven Ergebnisbeitrag aus dem reinen Rückversicherungsgeschäft.

In den einzelnen Geschäftsbereichen haben sich die Raten nach Einschätzung der Münchener Rück weiter positiv entwickelt. Auf hohem Niveau hätten sich etwa die Einnahmen im Bereich Luftfahrt stabilisiert, in der Unfall- aber auch im Sachbereich hätten sich die Bedingungen weiter verbessert. "Vor allem für den Unfall-Bereich erscheinen auch zukünftig noch weitere Schritte in diese Richtung notwendig", sagte die Sprecherin.

Allein im dritten Quartal hatte die Münchener Rück - vor allem wegen drastischer Abschreibungen auf ihr Aktienvermögen nach dem Kursverfall an den Weltbörsen - einen Verlust von 859 Millionen Euro ausgewiesen.

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