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24.04.2003

15:39 Uhr

Verhandlungen über weltweite Cardin-Lizenz

Bekleidungshersteller Ahlers erwartet weitere Einbußen

Der nach Hugo Boss zweitgrößte Herrenausstatter in Europa, Ahlers, erwartet wegen der schwachen Konjunktur in diesem Jahr erneut Umsatz- und Ergebniseinbußen. Um Kosten zu sparen, kündigte Ahlers einen weiteren Stellenabbau an.

Reuters DÜSSELDORF. Im schlechtesten Fall werde der Umsatz 2003 auf 300 Millionen Euro schrumpfen und der operative Gewinn um ein Drittel auf 15 Millionen Euro, sagte Vorstandschef Adolf Ahlers am Donnerstag in Düsseldorf. Die Umsatzentwicklung im ersten Quartal sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zehn Prozent rückläufig gewesen. Bis Mitte April habe sich das Minus aber auf vier Prozent verringert. Allein der Umsatz im Premiumbereich mit den Marken eterna, Pierre Cardin, Otto Kern sowie Andy Jllien habe Ende März zwei Prozent im Plus gelegen. Der Premiumbereich erwirtschaftet fast die Hälfte des Konzernumsatzes.

Auf die schwache Geschäftsentwicklung reagiert Ahlers mit einem weiteren Stellenabbau. Die Zahl der Beschäftigten solle im laufenden Jahr um 110 reduziert werden. Im Vorjahr hatte der Konzern bereits einen Personalabbau um 640 auf 5219 Mitarbeiter realisiert.

Derzeit verhandele der Herforder Textilhersteller mit Pierre Cardin über den Erwerb der weltweiten Lizenzrechte. Bislang habe man sich aber noch nicht über den Preis einigen können. Ahlers schätzte den Weltumsatz von Pierre Cardin auf 600 bis 700 Millionen Euro. Ahlers hält bereits Lizenzen von Pierre Cardin in Deutschland, Italien, Frankreich sowie Österreich und erwirtschaftet damit ein Viertel des Konzernumsatzes. Der Herrenausstatter schloss nicht aus, in Großbritannien oder Frankreich kleinere Gesellschaften zu erwerben, die ebenfalls Lizenznehmer von Pierre Cardin sind.

Im Geschäftsjahr 2002 ging der Umsatz im Konzern deutlich auf 350,5 (Vorjahr 380,0) Millionen Euro zurück. Doch blieb durch Kostensenkungen der Rückgang des Überschusses auf 12,1 (12,9) Millionen Euro begrenzt. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 0,82 Euro auf Stammaktien und 0,87 Euro auf die Vorzüge erhalten.

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