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03.04.2003

18:35 Uhr

Verhandlungen um die Champions-League-Rechte

RTL hat wieder Lunte gerochen

Beim Poker um die TV-Rechte für die Champions League zeichnet sich eine überraschende Wendung ab. RTL hat offensichtlich wieder Interesse am wichtigsten europäischen Klubwettbewerb und führt nach Informationen der dpa derzeit Verhandlungen mit dem Rechteinhaber Team über einen neuen Vertrag.

HB/dpa KÖLN/HANNOVER. Beim offiziellen Bieterverfahren hatte RTL kein Angebot abgegeben, weil dem Sender die Kosten zu hoch waren. Der derzeitige Vertrag läuft zum Ende der Saison aus.

Eine schnelle Einigung scheint möglich, da der Kölner Privatsender mit der Schweizer Vermarktungsagentur über eine Weitergabe der Free-TV-Rechte der letzten fünf Spieltage an das Deutsche Sport-Fernsehen (DSF) verhandelt. Team soll dem aber nur zustimmen wollen, wenn RTL einen neuen Vertrag für die kommenden vier Jahre unterschreibt. Mit dem DSF scheint sich RTL bereits einig zu sein. Bei RTL heißt es dazu: "Wir sind in Gesprächen." Beim DSF verweigerte man jeden Kommentar.

RTL hatte die Rechtekosten von derzeit rund 60 Mill. ? pro Jahr mehrfach als zu hoch bezeichnet und auf seine Defizite hingewiesen. Offizielle Angebote hatten nur Premiere, DSF und Tele fünf abgegeben.

Nach dem Aus der letzten beiden deutschen Mannschaften befürchtet RTL einen Quoteneinbruch. Die Werbepreise für das Viertelfinalspiel am kommenden Mittwoch liegen bei 30 000 ? für 30 Sekunden. Bei Spielen mit deutscher Beteiligung kostet eine halbe Minute 75 000 ?. Eine kurzfristige Programmänderung sei möglich, hieß es beim RTL-Werbezeit-Vermarkter IP.

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