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08.01.2001

16:26 Uhr

Reuters HELSINKI. Die Verhandlungen des finnischen Telekomanbieters Sonera über eine Beteiligung an dem gemeinsamen Mobilfunkkonsortium 3G mit Telefonica verlaufen nach Unternehmensangaben gut. Sonera-Präsident Markku Talonen sagte der Zeitung "Kauppalehti" man werde bei der geplanten Reduzierung des eigenen Konsortial-Anteils auf rund 20 von derzeit 43 % einen Gewinn im Vergleich zum Auktionspreis der deutschen UMTS-Lizenz in Höhe von 8,4 Mrd. Euro erzielen. Es würden Gespräche mit zahlreichen Finanzinvestoren und Industrieunternehmen geführt, sagte Talonen in dem Interview weiter, nannte aber keine weiteren Einzelheiten.

Analysten äußerten Skepsis gegenüber der Einschätzung beim Beteiligungsverkauf, einen Gewinn zu erzielen. Dies sei überraschend, da nach dem hohen Versteigerungserlös für UMTS-Lizenzen in Deutschland ein Preisverfall eingesetzt habe, hieß es. Auch die Aktienwerte der beteiligten Telekomunternehmen leiden bis dato unter den vergleichsweise hohen Lizenzkosten pro Mobilfunkkunde. Nach den Worten eines Analysten geht die Börse davon aus, dass die Beteiligung nur mit einem Abschlag gegenüber dem Kaufpreis zu veräußern sein wird. Sollte Sonera allerdings tatsächlich einen Gewinn erzielen können, wäre dies eine positive Nachricht für das Unternehmen, sagte der Analyst.

Am Freitag verloren Sonera-Aktien an der Börse 3,2 % auf 21,60 Euro ein und notieren damit weiter über dem jüngsten Jahrestief von 17,15 Euro.

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