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13.02.2002

10:21 Uhr

Verhör des Hauptverdächtigen geht weiter

Extremistenführer gesteht Pearl-Entführung

Scheich Ahmed Omar habe zugleich angegeben, den derzeitigen Aufenthaltsort des US-Journalisten nicht zu kennen, teilte die pakistanische Polizei mit.

afp ISLAMABAD. Der islamische Extremistenführer Scheich Ahmed Omar hat nach Angaben der pakistanischen Polizei die Verschleppung des US-Journalisten Daniel Pearl gestanden. Im Verlauf ausgedehnter Verhöre habe Omar zugegeben, die Entführung angeordnet zu haben, teilte ein Polizeioffizier am Mittwoch auf Anfrage von AFP mit. Omar habe zugleich angegeben, den derzeitigen Aufenthaltsort von Pearl nicht zu kennen. Die Vernehmung des Hauptverdächtigen in dem Entführungsfall werde fortgesetzt.

Der 29-jährige Omar war am Dienstag nach seiner Festnahme in Lahore, der Hauptstadt der nordöstlichen Provinz Punjab, unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in die südpakistanische Hafenstadt Karachi geflogen worden.

Der Reporter des "Wall Street Journal" war zuletzt am 23. Januar in Karachi gesehen worden. Mutmaßliche Komplizen hatten den in Großbritannien geborenen Omar für die Entführung Pearls verantwortlich gemacht worden. Seine in Pakistan verbotene Vereinigung Jaish-e-Mohammad soll auch hinter dem Anschlag auf das indische Parlament von Mitte Dezember 2001 stecken.

Omar war vor zwei Wochen als mutmaßlicher Absender von E-Mail-Fotos ins Visier der Fahnder geraten. Auf den Fotos war Pearl zu sehen, dem eine Pistole an den Kopf gehalten wurde. Der Absender dohte mit der Hinrichtung des Journalisten, falls die USA nicht einen Taliban-Diplomaten und mehrere pakistanische Gefangene freilassen sollten. Washington lehnte dies ab.

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