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07.03.2003

14:20 Uhr

Verkauf nach Zeitungsinformationen geplant

AOL will CD- und DVD-Produktion verscherbeln

Der amerikanische Medienkonzern AOL Time Warner will nach Zeitungsinformationen mit dem Verkauf seines CD- und DVD-Produktionsgeschäftes seine Schulden von rund 29 Milliarden Dollar um etwa eine Milliarde Dollar (910 Mio Euro) reduzieren. Wie die "New York Times" am Freitag in ihrer Onlineausgabe berichtete, ist dies der erhoffte Erlös aus dem Verkauf.

HB/dpa NEW YORK. Die Sparte stellt auch DVDs für die Filmsparte von AOL Time Warner her. Sie ist einer der am schnellsten wachsenden Bereiche der Musiktochter Warner Music und steuerte nach Angaben von Analysten bis zu 100 Millionen Dollar des operativen Gewinns von Warner Music in Höhe von insgesamt 480 Millionen Dollar bei.

Ein möglicher Bieter sei die Cinram International aus Toronto, hieß es in dem Bericht. Cinram ist Marktführer in der CD- und DVD- Produktionssparte. Das Unternehmen wolle durch Akquisitionen expandieren. Ein weiterer möglicher Interessent sei die Matsushita Media Manufacturing, eine Partnerschaft der japanischen Matsushita und Eastman Kodak.

Das "Wall Street Journal" nannte am Freitag in seiner Onlineausgabe auch Technicolor als weiteren möglichen Bieter. Technicolor gehört zur französischen Firma Thomson. AOL Time Warner hatte nach Angaben des "Wall Street Journal" auch vorläufige Gespräche mit der britischen EMI Group Plc über den Verkauf der gesamten Musiksparte geführt.

Richard D. Parsons, der Chef von AOL Time Warner, hatte auf einer Investorenkonferenz erklärt, die Gesellschaft wolle in diesem Jahr bis zu vier Milliarden Dollar durch Geschäftsverkäufe hereinholen, um die Schulden abzubauen.

Das Unternehmen wolle auch seine Buchverlags-Sparte, seine 50-prozentigen Beteiligungen an zwei Kabelfernseh-Kanälen sowie drei Profi-Sportteams abgeben und dabei möglicherweise bis zu drei Milliarden Dollar hereinholen, schrieb die "New York Times". Zudem sollten durch die Abgabe einer Minderheitsbeteiligung an der Kabelfernseh-Sparte Time Warner bis zu zwei Milliarden Dollar hereinkommen.

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