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03.03.2003

07:50 Uhr

Verkaufszahlen weit unter den Erwartungen

Mercedes-Van "Vaneo" steht vor dem Aus

VonBrigitte Bertram und Andrea Jocham

Rückschlag für Daimler-Chrysler: Der Mercedes-Van "Vaneo" erweist sich als Flop und wird nach Informationen des Handelsblatts aus Unternehmenskreisen vom Markt genommen. Es werde bereits an einem Ersatz für den erfolglosen Wagen gearbeitet, mit dem sich die Sparte Mercedes relativ spät im Segment der Mini-Vans positioniert hatte. Der Nachfolger des Vans, der auf der A-Klasse basiert, solle unter einem anderen Namen auf den Markt gebracht werden, erfuhr das Handelsblatt aus dem Stuttgarter Automobilkonzern.

HB STUTTGART. Offiziell wird das Scheitern des "Vaneo"-Konzepts noch nicht bestätigt: "Der aktuelle Vaneo wird wie geplant weiterproduziert", sagte ein Daimler-Sprecher. In Konzernkreisen hieß es dagegen, das Schicksal des Wagens sei bereits besiegelt.

Die Verkaufszahlen des "Vaneos", der seit Herbst 2001 in Berlin-Ludwigsfelde produziert wird, sind weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Statt der angestrebten 50 000 Einheiten liefen 2002 nur 22 000 "Vaneo" vom Band.

Der "Vaneo" ist nicht das einzige Problem bei Mercedes. Jürgen Hubbert, Daimler-Chrysler-Vorstand und Mercedes-Chef, steht vor der Herausforderung, die Modellpalette zu modernisieren und erheblich zu erweitern. So soll die stagnierende Pkw-Sparte, deren Erträge durch hohe Investitionen belastet sind, auf Vordermann gebracht werden. Geplant ist, die A- und die M-Klasse zu kompletten Modellfamilien auszubauen. Auch die Smart-Familie soll deutlich vergrößert werden. Analysten gehen davon aus, dass es noch einige Zeit dauern wird, ehe die derzeitige Durststrecke überwunden wird: "Erst das Modelljahr 2004/2005 bringt Mercedes wieder bessere Erträge", analysiert das US-Investmenthaus JP Morgan.

Hauptkonkurrent BMW startet dagegen schon in diesem Jahr eine Modelloffensive. Viele Analysten sind daher für die Aktie des Münchener Konkurrenten positiver gestimmt.

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