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11.03.2003

07:24 Uhr

Verlängerung der Abrüstungsfrist

Unentschlossene Ratsmitglieder suchen Kompromiss

Die sechs in der Irak-Frage noch unentschlossenen Mitglieder des Sicherheitsrates beraten Diplomaten zufolge über einen Kompromissvorschlag, der Irak eine längere Frist zur Erfüllung der Uno-Abrüstungsforderungen setzen würde.

Reuters NEW YORK. Es werde eine Verlängerung der Frist bis zum 17. April erwogen, sagten Diplomaten am Montag. Der Uno-Botschafter Pakistans sagte, dies sei aber noch keine gemeinsame Position. Einige der sechs Länder forderten eine längere oder eine kürzere Frist, sagte der Botschafter. Diplomaten zufolge umfassen die Vorschläge auch spezifische Abrüstungsforderungen an die Regierung in Bagdad.

Die sechs noch unentschlossenen Länder sind Pakistan, Guinea, Angola, Chile, Kamerun und Mexiko. Die USA haben mit Großbritannien und Spanien einen Resolutionsentwurf eingebracht, der Irak eine letzte Frist bis zum 17. März setzt, um die Uno-Abrüstungsauflagen zu erfüllen und einen Krieg zu vermeiden. Bislang hat nur Bulgarien den Entwurf öffentlich unterstützt.

Russland und Frankreich haben am Montag ihr Veto gegen eine Irak-Resolution angekündigt, die zu einem Krieg ermächtigen würde. Auch Deutschland, China und Syrien haben sich gegen einen Krieg zur Entwaffnung Iraks ausgesprochen.

Die britische Regierung erklärte sich am Montag zu Änderungen an dem Resolutionsentwurf bereit. Die Frist für Irak könne minimal verlängert werden, sagte ein Regierungssprecher. Außenminister Jack Straw sagte vor dem britischen Parlament, es werde geprüft, ob eine Liste konkreter Vorgaben an Irak, für einen Beschluss des Sicherheitsrates nützlich sein könnte.

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