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31.01.2001

16:08 Uhr

Verluste von Rover verhindern noch besseres Ergebnis

Höchster BMW-Absatz beschert Autobauer Umsatzrekord

Die Bilanzpressekonferenz soll am 27. März in München stattfinden.

ap MÜNCHEN. Mit dem höchsten Absatz an BMW-Fahrzeugen in der Unternehmensgeschichte hat der bayerische Autobauer im vergangenen Jahr einen Umsatzrekord eingefahren. Die mehr als 820 000 verkauften Autos und Motorräder der Marke BMW sorgten trotz der Millionen-Verluste der früheren Konzerntochter Rover außerdem für einen Rekordgewinn, wie das Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte.

Der Umsatz kletterte den Angaben zufolge auf 35,36 Mrd. Euro (rund 70 Mrd. DM). Genaue Zahlen zum Ergebnis nannte BMW im Aktionärsbrief zwar nicht. Der Gewinn sei jedoch höher ausgefallen als 1997, als der Autobauer nach eigenen Angaben ein Rekordergebnis von 1,3 Mrd. Euro erwirtschaftet hatte. Obwohl durch den Verkauf von Rover und Land Rover im Frühjahr vergangenen Jahres insgesamt weniger Fahrzeuge verkauft wurden als 1999, konnte der Umsatz insgesamt um 2,8 % gesteigert werden.

Mit BMW Automobilen habe das Unternehmen einen Umsatz von fast 30 Mrd. Euro erzielt. Die Motorrädern der Stammmarke kamen auf einen Umsatz von 927 Mill. Euro. In beiden Fällen bedeute dies ein Zuwachs von gut einem Fünftel. Mit dem eigenen Finanzservice habe BMW ein deutliches Umsatzplus von über 14 % erzielt. Die Zahl der Mitarbeiter sei innerhalb der Gruppe auf Grund der Ausgliederungen um fast ein Fünftel auf 93 625 gesunken. Ohne die Rover- und Landrover-Beschäftigten des Vorjahres sei die Zahl jedoch um über 3 800 gestiegen. Die Investitionen seien minimal zurückgegangen auf 2,14 Mrd. Euro.

BMW gab zugleich die Gründung zweier neuer Vertriebsgesellschaften in Indonesien und auf den Philippinen bekannt. Damit solle der zukunftsträchtige Asien-Markt weiter gestärkt werden. Insgesamt hätten die Auslandsgeschäfte entscheidend zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Vor allem die konjunkturelle Dynamik in Nordamerika habe den Autoabsatz beflügelt.

In Westeuropa sei der Markt dagegen uneinheitlich gewesen, schrieb das Unternehmen seinen Aktionären. Insgesamt rollten laut BMW fast 835 000 Fahrzeuge in den bayerischen Werken München, Dingolfing, Regensburg, sowie im amerikanischen Werk Spartanburg und südafrikanischen Rosslyn vom Band, was ein Zuwachs von über zehn Prozent sei.Bei der Suche nach einem weiteren BMW-Werk in Europa sei bisher noch keine Entscheidung gefallen. Es könne in Ost-, aber auch in Westeuropa sein, sagte ein Sprecher.

Die Bilanzpressekonferenz soll am 27. März in München stattfinden.



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