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04.02.2002

15:41 Uhr

Verneigung vor den Opfern des 11. September

Rogge eröffnet IOC-Session

Mit einer Verneigung vor den Opfern des 11. September hat Jacques Rogge die Olympier am Schauplatz der Winterspiele begrüßt. Bei der Eröffnung der 113. Vollversammlung in Salt Lake City erinnerte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) an die tragischen Ereignisse in New York und Washington und drückte seine Solidarität mit dem amerikanischen Volk aus.

dpa SALT LAKE CITY. "Was die Olympischen Spiele angeht, kann das IOC entschieden und unmissverständlich versichern, dass diese wie geplant stattfinden und dass ihre Universalität und die von ihnen vermittelte Botschaft die beste Antwort auf Intoleranz und Gewalt sind", erklärte der 59-jährige Belgier am Sonntag.

Die Gastgeber der XIX. Olympischen Winterspiele bedachte Rogge erneut mit einem Lob. "Was Salt Lake City betrifft, sind die Vorbereitungen auf einem bemerkenswertem Niveau." Das IOC erwarte "exzellente Spiele" und sei sicher, dass diese unter einem guten Stern stünden.

Dies hofft auch die deutsche Mannschaft, die am Sonntagabend weitere Verstärkung erhielt. Neben den Rodlern um den dreifachen Olympiasieger Georg Hackl hielten auch die Eishockey-Frauen Einzug in das Olympische Dorf. Bisher sind 81 von 162 deutschen Athleten in der Olympia-Stadt eingetroffen. Dort wird mit 24-stündiger Verspätung auch Eishockey-Crack Daniel Kunce erwartet. Der Krefelder Verteidiger war nach dem letzten Test in Füssen ohne Pass in Frankfurt angekommen, konnte aber mit einem neuen Dokument schnell nachreisen.

Für ersten Wirbel sorgte Gold-Kandidatin Claudia Pechstein. Unter dem Namen der Berliner Eisschnellläuferin war in der "Welt am Sonntag" ein Artikel erschienen - das verbietet jedoch die IOC - Charta. Das Nationale Olympische Komitee (NOK) für Deutschland stellte sich demonstrativ vor die Athletin, die sich laut NOK- Präsident Walther Tröger "auf's Kreuz gelegt" fühlt. "Die Sache wird keine Konsequenzen für sie haben. Aber es ist gut, dass wir den frühen Fall haben. Das ist eine Warnung für alle anderen", sagte der Chef de Mission, der am Montag seinen 73. Geburtstag feierte.

Erst am Dienstag wird sich entscheiden, ob der des Dopings überführte lettische Bob-Pilot Sandis Prusis doch noch an den Olympischen Winterspielen teilnehmen kann. Dann will die am Montag zusammentretende Kammer des Internationalen Sport-Gerichtshofes (CAS) ihre Entscheidung bekannt geben, ob der durch das IOC verhängte Olympia-Ausschluss des 36-Jährigen Bestand hat.

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