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18.02.2000

19:05 Uhr

Das Internet kennt bereits mehrere Währungen. Eine kurze Liste zur Erläuterung:
Cybercash ist eine Bezahlform, die von der gleichnamigen amerikanischen Firma entwickelte wurde. Der Kunde schließt mit seinem Kreditinstitut einen Vertrag über eine passwortgeschützte elektronische Geldbörse ab. Mit einer entsprechenden Software kann er Zahlungsvorgänge abwickeln.

Cybercoin ist ein Micropayment- Verfahren, das von Cybercash entwickelt wurde. Es handelt sich dabei um ein aufladbares Verrechnungskonto, von dem Beträge über eine Schattenbuchhaltung bei Cybercash als Clearing-Stelle unter Wahrung der Anonymität des Kunden gutgeschrieben werden. Es ist vor allem für kleinere Beträge gedacht.

E-Cash ist ein Micropayment-Verfahren, das von der holländischen Firma Digicash entwickeltet wurde. Es bleibt die Anonymität des Kunden durch PKI-Verschlüsselung gewahrt. Der Kunde bezahlt aus seiner elektronischen Geldbörse in Form von virtuellen "Münzen", die mit einem privaten Schlüssel versehen sind. Die E-Cash-Bank überprüft dann über den öffentlichen Schlüssel (Public Key) die Echtheit der Münze und schreibt dem Händler den geforderten Betrag gut.

Elektronische Geldbörse ("Wallet") ist eine Software, meist ein Java-Applet. Sie erspart dem Anwender eine aufwendige Installation und hat den Vorteil, dass nach Abschluss der Transaktion auf dem PC keine Daten verbleiben.

Micropayment ist ein Verfahren zum Bezahlen von Kleinstbeträgen im Pfennigbereich. Die Abbuchung kann auch mit der Telefon- und Handyrechnung erfolgen.

HBCI (Homebanking Computer Interface) ist ein auf RSA-Verschlüsselung aufbauender Homebanking-Standard, auf den sich führende deutsche Kreditinstitute geeinigt haben.

Public Key Infrastructure (PKI, asymmetrische Kryptografie) ist ein Verschlüsselungsverfahren, bei dem jeder Benutzer ein Schlüsselpaar erhält. Ein Schlüssel ist der offen zugängliche "Public Key". Der "Private Key", ist nur dem User selbst bekannt. Verschlüsselung ist nur mit dem "Private Key" möglich. Für die Entschlüsselung reicht der "Public Key".

SET (Secure Electronic Transaction) ist ein RSA-Verfahren zum Verschlüsseln von Kreditkarten-Informationen. Es wurde von Visa und Mastercard entwickelte. Anders als bei SSL erfolgt bei SET auch eine Authentifizierung der Beteiligten. Die Identität des Händlers und des Kunden wird durch ein Zertifikat bestätigt , das von einem Trust-Center ausgestellt wird. Die Integrität wird durch digitale Signaturen gewährleistet. SSL (Secure Socket Layer) ist ein Verschlüsselungs-Protokoll, das von Netscape für den sicheren Datenverkehr entwickelt wurde. Es fehlt die Authentifizierung der Partner, deshalb gilt dieses Verfahren als nicht sehr sicher.

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