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09.04.2003

19:01 Uhr

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Versicherer fallen durch Stresstest

Mehrere Gesellschaften des Versicherungskonzerns Axa-Deutschland haben den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgeschriebenen Stresstest nicht bestanden.

Reuters DÜSSELORF. Die Axa Versicherung AG, die Axa Lebensversicherung AG, die Axa Krankenversicherung AG und die Deutsche Ärzteversicherung AG hätten die Kriterien des Tests nicht erfüllt, teilte die Axa am Mittwoch in Köln mit. Dies lasse aber nach Aussage des BaFin nicht den Rückschluss zu, dass ein Versicherer seine Verpflichtungen gegenüber den Versicherten nicht mehr nachkommen könne. Mit dem Test wird geprüft, ob Lebensversicherer ihre Verbindlichkeiten auch dann noch bedienen können, wenn die Kapitalmärkte erneut deutlich einbrechen. Das BaFin tritt bei negativen Testergebnissen nach Angaben eines Sprechers mit dem betreffenden Versicherer in Gespräche ein, um Lösungswege auszuloten. Die zum Ergo-Konzern gehörenden Victoria Lebensversicherung hatte bereits ebenfalls eingeräumt, den Test nicht bestanden zu haben.

Die deutsche Tochter des französischen Axa-Konzerns, die wie viele Unternehmen der Branche 2002 unter der Krise an den Kapitalmärkten gelitten hat, wollte aufgrund der weiterhin unsicheren Situation an den Kapitalmärkten sowie der mit dem Irak-Krieg verbundenen wirtschaftlichen Risiken keine Ergebnis-Prognose für 2003 wagen. 2002 sank das konsolidierte Ergebnis des Konzerns nach Steuern auf voraussichtlich 4 (73) Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis gab auf 127 (247) Millionen Euro nach. Auf die Kapitalanlagen seien 2002 Abschreibungen in Höhe von 208 Millionen Euro vorgenommen worden. Aufgrund offener steuerlicher Fragen bei Abschreibungen auf Aktienfonds des Anlagevermögens seien Abschreibungen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro indes nicht vorgenommen worden. Diesen stünden aber Reserven in den übrigen Kapitalanlagen von insgesamt 2,8 Milliarden Euro gegenüber. Die Aktienquote im Anlagevermögen des Konzerns bezogen auf den Marktwert sank von 19,5 Prozent auf 15,3 Prozent, wie der Versicherer weiter mitteilte.

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