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29.06.2000

16:20 Uhr

Reuters WIESBADEN. Die Wiesbadener Versicherungsgruppe DBV-Winterthur erwartet nach eigenen Angaben in diesem Jahr ein verhaltenes Beitragswachstum. Erwartet werde ein Wachstum von etwa zwei Prozent, teilte der Versicherer am Donnerstag auf seiner Hauptversammlung in Wiesbaden mit. Die verschiedenen Sparten zeigten jedoch unterschiedliche Tendenzen. Vorstandschef Manfred Broska sagte, er werde ab 1. Juli 2000 als Chief Executive Officer (CEO) die Winterthur Insurance führen. Sein Nachfolger solle Peter Gnos, bisher Leiter des Finanzressorts, werden.

Die Winterthur-Gruppe wolle sich als Teil des Finanzkonzerns Credit Suisse in Zukunft noch gezielter auf die Märkte Schaden- und Krankenversicherung sowie Lebensversicherung konzentrieren, sagte Broska laut Redetext weiter. Ziel der Credit Suisse sei es, den Banken- und Versicherungsbereich stärker zu integrieren und im E-Business die Kräfte zu bündeln. Die DBV-Winterthur - Gruppe in Deutschland solle als rechtliche und unternehmerische Einheit bestehen bleiben. Die Veränderungen seien deshalb nicht mit einem Arbeitsplatzabbau in Deutschland verbunden.

Auf Fragen von Aktionärsvertretern nach einem möglichen Kooperationspartner sagte Broska nach Angaben eines Unternehmenssprechers, es würden weiterhin Gespräche geführt. Es gebe aber im Augenblick keine Veränderungen. Das Wachstum aus eigener Kraft habe Vorrang. Die Stärke der Credit Suisse-Gruppe biete dazu gute Voraussetzungen.

Zu den Erwartungen für das laufende Jahr sagte Broska, die Lebensversicherung rechne mit einem Beitragswachstum auf Vorjahreshöhe. In 1999 waren die gebuchten Beiträge in diesem Bereich um 10,6 % 3,1 Mrd. DM geklettert. Für die Krankenversicherung zeichne sich ein Beitragswachstum von 3,8 % ab. Die Schaden- und Unfallversicherer der Gruppe gingen von einem Wachstum um 2,8 % aus. Die Schadenentwicklung habe sich in den vergangenen Monaten etwas verschlechtert. Inwieweit das Jahresergebnis davon belastet werde, lasse sich derzeit nicht sagen, sagte Broska weiter. Die Gruppe erwarte jedoch für 2000 erneut ein gutes Konzernergebnis. In 1999 nahm der Konzernüberschuss nach Steuern um 1,2 % auf 254,2 (Vorjahr 251,1) Mill. DM zu.

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