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15.06.2000

11:23 Uhr

Versicherungsgeschäft schloss mit einem Verlust von mehr als 500 Milliarden DM

Große Schäden lassen Ergebnis der Gerling Global Rück drastisch sinken

Stürme in Europa und Asien haben die Bilanzen des Versicherungskonzerns belastet. Der Gewinn ging von 228, 5 Mill. auf 27,8 Mill. DM zurück.

dpa KÖLN. Die Gerling Globale Rück Gruppe hat 1999 ihren bisher größten Wachstumssprung gemacht. Das Jahresergebnis nach Steuern sank aber auf Grund einer Serie von Katastrophen in Europa und Asien auf 27,8 Mill. DM - und damit gerade einmal zwölf Prozent des Vorjahreswerts von 228,5 Mill. DM. "Wir haben uns 1999 hervorragend entwickelt, mussten aber außergewöhnliche Schäden verkraften", berichtete Norbert Strohschen, Vorstandsvorsitzender der Gerling-Konzern Globale Rückversicherungs-AG, am Mittwochabend in Köln. "Für das Jahr 2000 erwarten wir jedoch wieder ein Nach-Steuer- Ergebnis in dreistelliger Millionenhöhe".

Die Versicherungsgruppe hat 1999 ihr weltweites Prämienvolumen um knapp 40 Prozent auf 8,858 Mrd. steigern können. Einen maßgeblichen Anteil daran hatte unter anderem die erstmalige Vollkonsolidierung des im Oktober 1998 erworbenen amerikanischen Rückversicherers Constitution Re (New York). Der Anteil des im Ausland gewonnenen Prämienvolumens stieg auf 72 Prozent.

Hagel- und Winterstürme - 1999 war ein "Ausnahmejahr"

"Die Großschäden des Jahres 1999 waren extrem", heißt es im Geschäftsbericht. Die Liste, die das Unternehmen veröffentlichte, reicht vom Hagelsturm in Sydney am 14. April bis zum europäischen Wintersturm Martin am 27. und 28. Dezember. Das Unternehmen, nach eigenen Angaben siebtgrößter Rückversicherer weltweit, betrachtet das Jahr 1999 wegen der außergewöhnlich hohen Belastungen als ein "Ausnahmejahr".

Das reine Versicherungsgeschäft schloss in der AG mit einem Verlust von 541,7 Mill. DM nach 228,7 Mill. DM im Vorjahr. Der Schwankungsrückstellung wurde ein Betrag von 136,1 Mill. DM entnommen. Danach verbleibt ein im Vergleich zum Vorjahr höherer Verlust von 405,6 Mill. DM nach 259,2 Mill. DM im Vorjahr. Den auf 7,603 Mrd. DM gestiegenen Kapitalanlagen wurden Erträge von 586,2 Mill. DM entnommen. Das allgemeine Geschäft schloss mit einem Überschuss von 496,3 Mill. DM.

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