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20.01.2003

11:35 Uhr

Vertragsabschluss für Militärtransporter

EADS erwartet Einigung mit der Bundesregierung

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS erwartet nach monatelangen Verhandlungen mit der Bundesregierung über einen Großauftrag für den Militärtransporter A400M einen Vertragsabschluss in den nächsten drei Monaten.

HB/dpa MÜNCHEN. "Ich rechne damit, dass wir Anfang April den Vertrag unter Dach und Fach haben werden", sagte EADS-Co-Chef Rainer Hertrich dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe). Es müsse aber eine Lösung gefunden werden, wie die Mehrkosten durch den verringerten Umfang der Bestellung umgelegt werden könnten.

Die Bundesregierung hatte ihren Auftrag für den A400M nach einem Streit um die Finanzierung von ursprünglich 73 auf 60 Maschinen gekürzt. "Natürlich müssen wir eine Lösung dafür finden, dass wir die Entwicklungskosten jetzt auf weniger Flugzeuge umlegen müssen", sagte Hertrich. Derzeit werde eine ganze Reihe Möglichkeiten geprüft. Denkbar sei beispielsweise die Auslieferung von weniger Varianten des A400M oder eine etwas sparsamere Ausstattung. "Ich bin sicher, dass wir eine Lösung finden, mit der alle leben können."

Ursprünglich hatte EADS ein Auftragsvolumen von rund 18 Milliarden Euro aus dem Programm erwartet. Auch für die angestrebte Erhöhung des Rüstungsgeschäfts im EADS-Konzern ist der Auftrag von großer Bedeutung. Innerhalb von fünf bis sieben Jahren will EADS den Anteil des Verteidigungsgeschäfts von derzeit 20 auf 30 Prozent erhöhen, bekräftigte Hertrich in dem Interview.

Der Militärtransporter A400M soll die alte Transall der Bundeswehr ablösen. Hauptaufgaben sollen große Transporte bei der Verlegung und Versorgung von Einsatzkräften, der Transport von Kranken sowie Luftlandeoperationen und Evakuierungsmaßnahmen sein.

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