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16.01.2002

17:10 Uhr

Verzögerte Konjunkturerholung in Europa

Euro-Kurs fällt

Der Euro-Kurs ist am Mittwoch gefallen und notierte im Tagesverlauf weit unter der Marke von 89 US-Cent.

dpa FRANKFURT. Unter dieses Niveau war die Währung bereits in der vergangenen Nacht gefallen. Zuletzt konnte sich die Währung jedoch wieder etwas stabilisieren. Am späten Nachmittag kostete die Devise in Frankfurt 0,8831 US-Dollar, nachdem die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 0,8817 Dollar festgesetzt hatte.

Christian Jasperneite, Analyst bei M.M. Warburg, führte den Kursverlust der europäischen Gemeinschaftswährung auf die schwindende Wachstumsdifferenz zwischen dem Euroraum und den USA zurück. "Die Konjunkturdaten aus den USA waren sowohl heute als auch in den vergangenen Tagen so erfreulich, dass man nun davon ausgeht, das sich die Konjunktur in den USA stabilisiert hat", sagte der Experte. "Während sich die Konjunktur in den Vereinigten Staaten zu erholen scheint, wird das in Europa noch etwas dauern. Das belastet den Euro", erklärte er.

Am Nachmittag wurden unter anderem die Daten zur industriellen Erzeugung in den US im Dezember veröffentlicht. Demnach ist die US- Industrieproduktion im Berichtsmonat zum fünften Mal in Folge gefallen. Der Rückgang betrug 0,1 Prozent, teilte die Notenbank Federal Reserve am Mittwoch in Washington mit. Das Ergebnis entsprach den durchschnittlichen Erwartungen der Volkswirte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6135 (0,6165) britische Pfund, 115,83 (116,97) japanische Yen und 1,4705 (1,4791) Schweizer Franken fest. In London wurde die Feinunze Gold am Nachmittag bei 284,60 Dollar (284,95) gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 10 515 (10 265) Euro.

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