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02.03.2003

14:55 Uhr

"Veto" nicht in den Mund genommen

Frankreich lehnt neue Irak-Resolution weiter ab

Die Veto-Macht Frankreich lehnt eine neue Irak-Resolution nach den Worten von Außenminister Dominique de Villepin weiterhin ab. "Brauchen wir eine zweite Resolution? Nein. Werden wir uns gegen eine zweite Resolution stellen? Ja", sagte de Villepin am Sonntag dem britischen Fernsehsender BBC.

Reuters LONDON. Er vermied es jedoch, das Wort Veto zu benutzen. Als ständiges Mitglied des Uno-Sicherheitsrats könnte Frankreich, ebenso wie China und Russland, die von den USA und Großbritannien eingebrachte Irak-Resolution zu Fall bringen. Die Resolution soll einen Irak-Krieg legitimieren.

"Wir glauben, die Uno sollte nicht in die Position gebracht werden, lediglich einen Stempel unter eine Entscheidung setzen zu müssen, die bereits getroffen ist", sagte de Villepin. Die USA und Großbritannien haben Zehntausende Soldaten in der Golf-Region zusammengezogen. "Der Zeitplan internationaler Diplomatie mag nicht der Zeitplan für Krieg sein. Aber Krieg sollte nicht nach einem Zeitplan geführt werden."

Frankreich, Russland und Deutschland haben als Gegenvorschlag zu einer neuen Irak-Resolution eine Verstärkung und eine Fortsetzung der Waffeninspektionen der Vereinten Nationen (Uno) im Irak für mindestens vier Monate gefordert.

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