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04.04.2003

15:29 Uhr

Viele Verfahren werden aber eingestellt

224 Ermittlungsverfahren bei Sauerländer SPD

Im Zusammenhang mit fingierten Fortbildungs-Veranstaltungen beim SPD-Unterbezirk Hochsauerlandkreis hat die Staatsanwaltschaft inzwischen 224 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei gehe es um Beihilfe zum Betrug, teilte die Arnsberger Behörde am Freitag mit.

HB/dpa ARNSBERG/MESCHEDE. Eine anonyme Anzeige hatte im Januar die Affäre ins Rollen gebracht. Kurz darauf räumte der mittlerweile entlassene Geschäftsführer des Unterbezirkes, Dieter Beckmann, ein, verschiedene SPD-nahe Bildungsträger um mehrere zehntausend Euro betrogen zu haben. Einen Großteil der Gelder habe er in die eigene Tasche gesteckt.

Gegen alle Personen, die von Beckmann fingierte Teilnehmerlisten unterschrieben haben, wird jetzt ermittelt. Allerdings geht der leitende Oberstaatsanwalt Josef Hempelmann davon aus, dass die meisten Verfahren eingestellt werden, weil die Betroffenen die Listen nur "aus Gefälligkeit" unterschrieben hätten. Wenn jemand jedoch mehrfach auf den Listen auftauche oder sogar Honorare für nicht gehaltene Referate quittiert habe, liege der Verdacht der Beihilfe nahe.

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