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26.05.2000

16:48 Uhr

ap ZALAMBESSA. Trotz eines eritreischen Friedensangebots haben die äthiopischen Truppen auch am Freitag ihren Vormarsch auf gegnerischem Gebiet fortgesetzt. Sie eroberten vier weitere eritreische Ortschaften. Der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika, der als derzeitiger Vorsitzender der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) die Bemühungen um ein Ende des Krieges am Horn von Afrika leitet, erklärte unterdessen in Asmara, der eritreische Präsident Isaias Afewerki habe der Wiederaufnahme der Friedensgespräche zugestimmt. Am Freitag flog Bouteflika nach Addis Abeba weiter, um auch den äthiopischen Präsidenten Meles Zenawi an den Verhandlungstisch zurückzuholen.

Die indirekten Verhandlungen sollen am Montag in Algier beginnen. Die Regierung in Addis Abeba hat in der Vergangenheit bereits mehrfach ihr Interesse an einer Wiederaufnahme der Gespräche erklärt, dies jedoch von einem Rückzug Eritreas aus den Orten Bada und Bure abhängig gemacht. Dazu erklärte sich Afewerki am Donnerstag bereit.

Die äthiopischen Streitkräfte setzten unterdessen ihre vor zwei Wochen begonnene Offensive fort und meldeten am Freitag die Einnahme der Stadt Zalambessa sowie der Orte Senafe, Forte und Tsorena. Von eritreischer Seite wurde das bestätigt. Am Donnerstag hatte Äthiopien den Sieg über das Nachbarland erklärt, nachdem die eritreischen Soldaten mit dem Rückzug begonnen hatten.

Äthiopische Truppen hatten am 12. Mai eine Offensive im Grenzgebiet gestartet. Die OAU appellierte an die Konfliktparteien, sich auf die unstrittigen Grenzen vom 6. Mai 1998 zurückzuziehen. Damals hatte der Grenzkrieg zwischen beiden Staaten begonnen, der seitdem zehntausende Menschenleben auf beiden Seiten forderte

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