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12.03.2004

11:53 Uhr

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VÖB erwartet zur Jahresmitte steigende Kapitalmarktzinsen

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, prognostiziert auf Sicht von zwei Monaten ...

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, prognostiziert auf Sicht von zwei Monaten eine Seitwärtsbewegung und auf Sicht von sechs Monaten einen leichten Anstieg der Rendite 10-jähriger Bundesanleihen. Diese Einschätzung wird von der Bankgesellschaft Berlin sowie der Feri Research GmbH geteilt. Ausgangspunkt für die Analyse, die VÖB, Bankgesellschaft und Feri im zweimonatlich erscheinenden VÖB-Zinsprognose-Spektrum veröffentlichen, ist der Monatsdurchschnittswert der 10-jährigen Bundesanleihen, der im Februar 2004 bei 4,11% lag.
Die auf Sicht von zwei Monaten prognostizierte Seitwärtsbewegung der europäischen Benchmark-Rendite für Staatsanleihen begründet der Verband mit den weiterhin gedämpften Aussichten für eine konjunkturelle Erholung in Euroland. Auch Inflationserwartungen erzeugten trotz der, insbesondere in den USA, sehr niedrigen Leitzinsen, keinen Aufwärtsdruck auf die Kapitalmarktzinsen. So habe die für die Europäische Zentralbank (EZB) maßgebliche Preissteigerungsrate im Januar 2004 bei 1,9% gelegen und damit den Zielbereich der Europäischen Zentralbank (EZB) von "knapp unter 2%" erreicht. Die Tendenz sei kurzfristig sogar noch leicht abwärts gerichtet, vor allem wegen niedrigerer Importpreisen infolge des hohen Euro-Außenwertes gegenüber dem US-Dollar. Der Inflationsdruck werde auch durch mangelnden Überwälzungsspielraum der Unternehmen infolge des starken Wettbewerbs und wegen weiterhin unterausgelasteter Kapazitäten abgemildert.
Der VÖB rechnet erst im Zuge der zur Jahresmitte 2004 erwarteten weiteren Festigung der amerikanischen Konjunktur mit der Erhöhung der US-Leitzinsen und einem Anstieg der US-Kapitalmarktzinsen. Diese Maßnahmen würden auf Euroland ausstrahlen und auch dort einen Anstieg der Kapitalmarktzinsen bewirken. Der VÖB erwartet, dass die EZB eine Wende ihrer Leitzinspolitik erst nach der US-Fed vollziehen wird, um weiteren Aufwärtsdruck auf den Euro-Außenwert gegenüber dem US-Dollar zu vermeiden.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 12.03.2004

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