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25.06.2000

13:39 Uhr

Voll-Fusion nach Meinung von Cobra-Geschäftsführer nicht sinnvoll

Commerzbank nicht besorgt über Kritik von Cobra

Die Commerzbank hat ihre Gespräche mit der Dresdner Bank gegen Kritik ihres größten Aktionärs Cobra verteidigt. Die Commerzbank teilte am Samstag mit, sie sei wegen der Kritik von Cobra an einer möglichen vollen Fusion mit der Dresdner Bank nicht besorgt.

Reuters FRANKFURT. Cobra-Geschäftsführer Hansgeorg Hofman hatte in einem Interview mit der Zeitung "Financial Times" angekündigt, eine Fusion beider Institute zu blockieren, wenn sich die Transaktion nicht rechne. Eine Vollfusion von Commerzbank und Dresdner sei nicht sinnvoll, hatte er der Zeitung gesagt. Die Commerzbank äußerte sich indessen zuversichtlich, dass jegliche potenzielle Vereinbarung mit der Dresdner als Ergebnis der Verhandlungen der beiden Banken auch den skeptischen Hauptaktionär gewinnen werde.

Von Kooperation bis Voll-Fusion alles möglich

"Wir wissen, dass wir überzeugende Lösungen haben, die interessant für unsere Aktionäre sein werden, wenn die Gespräche ein positives Ergebnis erreichen," sagte Commerzbank-Sprecher Ulrich Ramm. Die Möglichkeiten der diskutierten Kooperation mit der Dresdner Bank reichten "von Null bis 100 %" fügte er hinzu. Mit anderen Instituten führe die Commerzbank keine Gespräche über eine mögliche Allianz.

Am Vortag hatte die Commerzbank mitgeteilt, im Falle einer möglichen Zusammenarbeit müssten beide Institute ihre Strategien ändern. Der Vorstand der Commerzbank erläuterte in einem am Freitag bekannt gewordenen Schreiben an die Mitarbeiter der Bank Argumente und Motive der Gespräche über eine Kooperation mit der Dresdner Bank. Man wolle über gemeinsame Ziele in Deutschland und Europa sprechen, die jeder für sich allein nicht erreichen könne, heißt es. Die Commerzbank habe die Gespräche aus einer "Position der Stärke" angeregt.

Engagement der Cobra keine Bedrohung

Die Gespräche hätten nichts "mit dem Auftauchen der neuen Paketaktionäre" Rebon/Cobra zu tun. Das Engagement der Cobra empfinde man nicht als Bedrohung. Die zur niederländischen Rebon BV gehörende Cobra Beteiligungsgesellschaft hält 17 % an der Commerzbank. In den vergangenen Tagen waren Spekulationen aufgekommen, Cobra könne ihren Anteil auf 25 % aufstocken und eine Kooperation mit der Dresdner Bank womöglich blockieren. Die Commerzbank bekräftigt nun, die Gruppe habe mehrfach erklärt, nichts unternehmen wollen, was der Commerzbank-Aktie schade.

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