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03.01.2003

08:35 Uhr

Von Daimler-Chrysler bis Volkswagen

Die neuen Modelle der Hersteller

Die großen Hersteller der Autobranche warten bei der Detroiter Motorshow mit einer Vielzahl an neuen Modellen auf.

General Motors , der größte Autohersteller der Welt, will auf der Detroiter Motorshow gleich mit zehn Premieren glänzen. Fünf Fahrzeugstudien, so genannte Concept Cars, werden gezeigt und vier Fahrzeuge, die in den nächsten Monaten in die Produktion gehen. Darunter sind die beiden neuen Cadillac Serienmodelle, den Roadster XLR und den Crossover SRX, die 2004 nach Europa kommen. Hoch im Kurs stehen auf der Messe auch Brennstoffzellenfahrzeuge. GM will mit seinem Brennstoffzellenfahrzeug Hy-Wire seine technologische Kompetenz betonen. Das Fahrzeug, das nur in Testfahrten erprobt wird, ist mit einer Steuerung durch elektronische Impulse ausgestattet. "GM startet zuversichtlich ins Jahr 2003", sagt ein Konzernsprecher von GM Europa. Die Autoexperten rechnen jedoch in den USA mit einem schwierigen Jahr und haben die Verkaufsprognosen nach unten korrigiert. GM wird deshalb seine aggressive Verkaufsstrategie fortsetzen. Schon 2002 hat GM auf die Wirkung von hohen Rabatten und günstigen Finanzierungsangeboten gesetzt. brb

Volkswagen zeigt das neue Beetle Cabriolet, das nostalgische Erinnerungen an das alte Käfer-Cabrio weckt und damit im kalten Detroit die Herzen der Amerikaner für den Wolfsburger Autobauer erwärmen soll. Schon der knuffig-runde Normal-Beetle ist in den Vereinigten Staaten ein Erfolg geworden, weit mehr jedenfalls als in Europa. Der neue Luxus-Geländewagen VW Touareg feiert zudem mit einem V8-Motor sein US-Debüt. Porsche lässt mit dem Pendant Cayenne die Muskeln spielen. Der Supersportler 911 GT3 soll dagegen erst im Frühjahr in Genf zu sehen sein. Audi gibt auf der Detroit Motor Show einen Vorgeschmack auf ein Crossover-Auto, mit dem die Marke ab 2004 vor allem in den USA auf Kundenfang gehen will. Der Sechssitzer verfügt über Elemente der Kombi-Studie A8 Avantissimo von 2001. Die Ingolstädter zeigen ferner die 5,18 Meter messende Langversion des neuen A8 4.2 quattro. Der Radstand ist gegenüber der Normalversion um 0,13 auf insgesamt 3,07 Meter verlängert worden. Das Modell soll bereits im Sommer dieses Jahres in den USA auf den Markt kommen. hz

Daimler-Chrysler will gleich mit mehreren Neuheiten auftrumpfen. Weltpremiere feiert in den USA der neue E-Klasse-Kombi von Mercedes. Obwohl die Klasse der Station Wagons in Amerika derzeit völlig aus der Mode ist, stoßen die großen Mercedes-Kombis in den USA auf ungebrochenes Interesse. Außerdem begeht mit dem Sportwagen SL 600 mit zwölf Zylindern das neue Spitzenmodell der SL-Klasse seine offizielle USA-Premiere. Bei Chrysler lautet das Motto freimütig "Go anywhere. Do anything". Neben den Modellen für den US-Markt beschäftigt man sich bei der Daimler-Schwester intensiv mit "Performance Vehicles" mit satter Leistung für ausgewählte Modelle. Das Jahr 2003 wird nach den Worten von Daimler-Chrysler-Konzernchef Jürgen Schrempp nicht einfach. Dennoch will der Konzernchef keine Zweifel aufkommen lassen und blickt mit Zuversicht auf die kommenden zwölf Monate. Der Vorstandsvorsitzende der Daimler-Chrysler AG erklärte, dass der operative Gewinn im Jahr 2002 mehr als fünf Milliarden Euro betragen werde.hz

Toyota , weltweit der drittgrößte Autohersteller, begibt sich auch im Jahr 2003 auf die Jagd nach neuen Marktanteilen. In Detroit wird der japanische Hersteller den Nachfolger des Lexus RX 300 erstmals zeigen. Im Frühjahr soll das Luxusfahrzeug auch in Europa zu den Händlern kommen. Toyota dürfte es im vergangenen Jahr erneut gelungen sein, in den USA mit der Marke Lexus die Riege der meistverkauften Luxusautos anzuführen. Die deutschen Autobauer, die ihren Marktanteil in diesem Segment seit 1990 vervierfacht haben, sind Lexus allerdings inzwischen deutlich näher gekommen. Im laufenden Geschäftsjahr deutet alles daraufhin, dass die Erfolgssträhne von Toyota anhält. Das Unternehmen, das in Japan einen Marktanteil von mehr als 42 % besitzt, konnte zuletzt Umsatzrückgänge auf dem Heimatmarkt durch Zuwächse in den USA und Europa ausgleichen. Für 2003 peilen die Japaner weltweit ein Wachstum von 5 % an. Analysten loben das Unternehmen vor allem wegen seiner starken Finanz- und Ertragskraft. Unter den größten fünf Autoherstellern der Welt hat die Rating Agentur Standard & Poors Toyota am besten bewertet. Seine Vorteile sind hohe Effizienz und die weltweite Präsenz. brb

Ford setzt große Hoffnungen im neuen Jahr auf das Nachfolgemodell des Pickup F 150, das erstmals in Detroit gezeigt wird. Jahr 2001 noch nicht erholt. Der Skandal um die Firestone-Reifen, aber auch Verluste von mehr als 5 Milliarden Dollar haben das Unternehmen schwer gebeutelt. Für 2002 hat Ford wieder einen Gewinn versprochen. Noch liegen die Zahlen jedoch nicht vor. Auch 2003 wird für Ford ein schwieriges Jahr, heißt es bei Analysten. Sie sehen kaum Chancen für höhere Autoverkäufe. 2002 hat Ford ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm gestartet. Doch nicht nur die Ratingagentur Standard & Poors befürchtet, dass es die Wettbewerbs- fähigkeit des Konzerns nicht verbessert. Verschlechtert sich die US- Autokonjunktur 2003, leidet Ford besonders, heißt es bei Analysten. brb

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