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10.01.2002

14:52 Uhr

Von Influenza-Welle kann man noch nicht sprechen

Bisher vier Grippefälle in Deutschland

Trotz der ersten nachgewiesenen Grippefälle bleibt Deutschland von einer Influenza-Welle zunächst noch verschont. Bisher gebe es vier Patienten aus Sachsen, Rheinland-Pfalz, Baden- Württemberg und Nordrhein-Westfalen, bei denen der Erreger eindeutig festgestellt wurde, teilten das Berliner Robert Koch-Institut und die Marburger Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Donnerstag mit.

dpa MARBURG/BERLIN. Die Angaben müssten jedoch mit Vorsicht behandelt werden, sagte der Seuchen-Experte Helmut Uphoff von der AGI. "Bei 100 bis 200 Untersuchungen pro Woche hängt es vom Zufall ab, wo man den ersten Treffer landet." Im Ausland dagegen habe sich das Grippe-Virus schon weiter verbreitet, insbesondere in Belgien, Spanien und Frankreich. In Ländern wie Tschechien und Slowenien sei die Lage dagegen noch relativ ruhig.

Die Grippe meldet sich plötzlich mit raschem Temperaturanstieg, großer Abgeschlagenheit, heftigen Kopfschmerzen, Augendruck und Gliederreißen. Sie wird oft mit Erkältungen verwechselt. Diese so genannten grippalen Infekte weisen häufig ähnliche Symptome wie Grippe auf, etwa Husten, Schnupfen, Schüttelfrost, teils hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.

Beim schweren Verlauf einer echten Grippe (Influenza) kann es zu Lungen-, Hirnhaut- und Herzmuskelentzündungen kommen. Insbesondere bei älteren oder geschwächten Patienten kann die Grippe zum Tod führen. Sie wird durch Tröpfcheninfektion - beim Niesen, Husten oder Sprechen - übertragen. Den besten Schutz bietet eine frühzeitige Impfung. Diese raten Experten insbesondere Menschen aus den Risikogruppen, wie zum Beispiel Herzkranken, Diabetikern, Asthmatikern und Menschen über 60 Jahren. Zwischen Impfung und Impfschutz vergehen acht bis 14 Tage.

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