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06.03.2003

16:18 Uhr

Vor allem für Deutschland

OECD schraubt Wachstumsprognose herunter

Die OECD wird die Wachstumsprognose für Deutschland im Vergleich der Euro-Länder für das Jahr 2003 am stärksten nach unten korrigieren. Jedoch werde für alle Länder der Euro-Zone die Vorhersage für 2003 "signifikant" gesenkt, sagte der Chefökonom der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Jean-Philippe Cotis, am Donnerstag in Paris.

HB/dpa PARIS. Für das erste Quartal 2003 geht die OECD von einem Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent in Deutschland und 0,3 Prozent für die Euro-Zone aus.

"Die schwache Entwicklung ist ein kollektives Phänomen", sagte Cotis. In den USA dagegen wachse die Wirtschaft wie vorhergesagt um etwa 2,5 Prozent. In Europa hingegen würden die Unsicherheiten in Verbindung mit der Irak-Krise das Vertrauen der Konsumenten stärker untergraben. Unternehmen verzögerten ihre Investitionsvorhaben. Dagegen könnten die USA in der Krise besser bestehen als die Europäer, erklärte Cotis. Viele Regierungen in Europa hätten "wenig Handlungsspielraum" weil sie es versäumt hätten, in wirtschaftlich guten Zeiten Reserven anzulegen.

Zur Wiederbelebung der Konjunktur empfahl Cotis Zinssenkungen und eine strikte Kontrolle der Staatsausgaben. Bei einer raschen Lösung der Irak-Krise und einem sinkenden Ölpreis auf etwa 25 Dollar dürfte sich die Lage mittelfristig wieder "normalisieren". Genaue Zahlen legt die OECD im April vor. Zuletzt hatte die OECD 1,8 Prozent Wachstum für die Euro-Zone prognostiziert.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Leitzinsen am Donnerstag um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld in der Eurozone liegt damit bei 2,50 Prozent.

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