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04.01.2001

11:33 Uhr

ap BANGKOK. Vor der Parlamentswahl in Thailand am kommenden Samstag liegt nach jüngsten Umfragen der Oppositionskandidat Thaksin Shinawatra trotz einer drohenden Verurteilung in Führung. Die Nationale Kommission zur Kampf gegen Korruption (NCC) hatte am 26. Dezember entschieden, dass Thaksin sein Vermögen verschleiert habe, als er 1997 stellvertretender Ministerpräsident war. Wenn das Verfassungsgericht die Entscheidung der NCC bestätigt, darf Thaksin fünf Jahre lang kein öffentliches Amt bekleiden.

Während einer Wahlkampfveranstaltung im Nordosten Thailands erklärte Thaksin, das Volk werde sich am Samstag für ihn als Ministerpräsidenten entscheiden. "Die Bürger wollen, dass ich Ministerpräsident werde. Sie sagen, auch wenn es nur für kurze Zeit sei, soll ich die Politik meiner Partei umsetzen", sagte er. Die Zeitung "Bangkok Post" berichtete, bei einer entsprechenden Entscheidung des Verfassungsgerichts könne der Geschäftsmann innerhalb weniger Monate des Amtes enthoben werden.

Thaksin gründete das größte Telekommunikationsunternehmen des Landes. Seine Partei Thai Rak Thai verlor nach der Entscheidung des NCC in den Umfragen an Zustimmung, liegt jedoch weiterhin deutlich vor der Demokratischen Partei von Ministerpräsident Chaun Leekpai. Thai Rak Thai würde nach der neusten Umfrage 190 der 500 Parlamentssitze erzielen; vor der Entscheidung des NCC waren es noch 222. Der Anteil der Demokraten stieg von 121 auf 137 Sitze. Die kleinere Partei Chart Pattana, die bei Koalitionsverhandlungen eine Rolle spielen könnte, erklärte bereits, sie werde Thaksin nicht unterstützen, um Thailand eine unsichere Zukunft zu ersparen.

Beobachter erwarten, dass die Vorwürfe gegen Thaksin in den Städten eine Rolle spielen werden, während die meisten seiner Anhänger aus ländlichen Gegenden stammen. Thaksin erklärte im Wahlkampf, Chuan habe nicht genug für die Armen getan und das Land immer noch nicht aus der Finanzkrise von 1997 geführt.



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