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14.06.2000

14:06 Uhr

Vor Musikmesse Popkomm klagt Phonographische Wirtschaft über illegales Brennen von Tonträgern

Millionen-Schäden durch Musik-Raubkopien

Vor der Musikmesse Popkomm klagt die Phonographische Wirtschaft über illegales Brennen von Tonträgern.

ap KÖLN. Durch illegal kopierte Musiktitel sind der deutschen Schallplattenindustrie im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von mehreren hundert Mill. DM entstanden. Allein der Verkauf illegal gebrannter CDs auf Schulhöfen habe der Branche Verluste von 200 Mill. DM eingebracht, sagte der Verbandsvorsitzende der Phonographischen Wirtschaft, Peter Zombik, am Mittwoch in Köln.

Daher werde der Kampf gegen Raubkopierer noch verstärkt. In den vergangenen 15 Monaten sei man gegen insgesamt 1 300 illegale Anbieter im Internet vorgegangen, erklärte er vor der im August in der Domstadt stattfindenden Internationalen Musikmesse Popkomm.

Weltweit bieten nach den Worten Zombiks etwa 700 000 Anbieter illegal Online-Musik an. Die Branche fürchte in den nächsten Jahren eine Zunahme des Problems. Noch seien erst drei Prozent der deutschen Haushalte mit CD-Brennern ausgestattet. Diese hätten allerdings im vergangenen Jahr bereits rund 60 Mill. CDs gebrannt. Der Kampf gegen Raubkopien vor allem aus dem Internet soll ein Hauptthema auf der Musikmesse Popkomm werden, hieß es.

Die im vergangenen Jahr von der Branche gestartete Aktion "copy kills music" hat laut Zombik die Sensibilität für das Thema schon gestärkt. Der Verband hofft nach eigenen Angaben darauf, in wenigen Monaten mit den deutschen Internetprovidern zu einer Einigung zu kommen. Danach sollen diese ein Urheber-Sicherungssystem einsetzen, um das illegale Anbieten von Musik zu verhindern.

Bernd Dopp von Warner Germany warnte am Mittwoch, sollte es nicht zu einer freiwilligen Einigung kommen, werde man diese "auf der Basis von Gesetzen erzwingen.

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