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16.04.2003

11:34 Uhr

Vorleistungen für Großprojekte in der Ukraine und Rumänien belasten

Für Leoni ist der Wachstumsschub Geschichte

Der Nürnberger Autozulieferer Leoni erwartet für das laufende Jahr sinkende Gewinne und einen stagnierenden Umsatz nach einem Wachstumsschub 2002. Der Jahresüberschuss werde um etwa 15 Prozent sinken, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Nürnberg mit. 2002 war der Gewinn bereinigt um einen positiven Sondereffekt aus einer Änderung der Bilanzierungsmethode um mehr als 60 Prozent auf 30,4 Mill. Euro gestiegen.

HB/dpa NÜRNBERG.

Grund für den Rückgang 2003 seien Vorleistungen für Großprojekte in der Ukraine und Rumänien. Die Investitionen sollen dafür im Jahre 2004 einen deutlichen Wachstumsschub bei Umsatz und Ergebnis bringen.

Der Umsatz des Draht-, Kabel- und Bordnetzherstellers war 2002 um 1,5 Prozent auf gut 1,1 Mrd. Euro gestiegen. Den im Vorjahr erzielten Gewinn steuerte den Angaben zufolge zum größten Teil die Bordnetz-Sparte beigesteuert. Trotz rückläufiger Automobil-Konjunktur stieg der Umsatz dieser Sparte um 6,7 Prozent auf 599 Mill. Euro. Den entsprechenden Gewinn vor Zinsen und Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bezifferte die Unternehmensführung mit 52,8 Mill. Euro; das entspreche einem Zuwachs von 56,2 Prozent im Vergleich zu 2001.

Im Unternehmensbereich Draht wirkte sich hingegen die schlechte Situation in der Kommunikationsbranche aus. Der Umsatz sank um 16 Prozent auf 82 Mill. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging von 6,1 auf 1,7 Mill. Euro zurück. Das starke Wachstum der vergangenen Jahre im Unternehmensbereich Kabel wurde 2002 kräftig ausgebremst. Der Umsatz sank von 438 auf 433 Mill. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuer und Abschreibungen stieg hingegen um 11 Prozent auf 58 Mill. Euro.

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