Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.02.2002

16:17 Uhr

Vorschlag

Brüssel will Opfern von Menschenhändlern Aufenthaltsrecht geben

Die EU-Kommission will den Opfern professioneller Menschenhändler und Schleuser begrenzte Aufenthaltsrechte geben, wenn sie mit den Behörden zusammenarbeiten.

dpa BRüSSEL. Einen entsprechenden Vorschlag hat die Kommission am Dienstag den EU-Regierungen vorgelegt, die darüber entscheiden müssen.

Demnach sollen illegale Einwanderer zunächst 30 Tage in dem Lande bleiben können, in dem sie entdeckt worden sind. In dieser Zeit müssen sie sich entscheiden, ob sie mit den Behörden bei der Verfolgung der Menschenhändler und Schleuser zusammenarbeiten wollen. Entschließen sie sich dazu, so könnten sie nach dem Vorschlag der EU- Kommission ein Aufenthaltsrecht für sechs Monate erhalten, das auch verlängert werden kann. In dieser Zeit sollten sie Zugang zum Arbeitsmarkt, zu Bildungsangeboten und zu medizinischen Leistungen haben.

Ziel des Vorschlags ist es nach Angaben der Kommission, illegal eingewanderte Menschen, die häufig selbst Opfer krimineller Machenschaften sind, zur Zusammenarbeit mit den Behörden zu bewegen. Oft fürchteten sie eine solche Kooperation, weil sie selbst gegen Gesetze verstoßen hätten. In einigen EU-Staaten gibt es bereits entsprechende Bestimmungen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×