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03.02.2002

19:43 Uhr

Vorsichtiger Ausblick für das Jahr 2002 belastet

Analysten sehen Deutsche Bank skeptisch

Die am Donnerstag vorgelegten Zahlen der Deutschen Bank haben auch am Freitag noch für ausreichend Gesprächsstoff gesorgt. Die erstmalige Anwendung der US-Bilanzierungsregeln US-GAAP macht das Zahlenwerk sehr schwer vergleichbar mit den Erwartungen der Analysten und den Vorjahresergebnissen.

po FRANKFURT/M. Die Ratinagentur Fitch Ibca hat das "AA"-Langfristrating der Deutschen Bank mit so genannten negativen Implikationen auf die Beobachtungsliste gesetzt. Fitch begründete dies mit "dem enttäuschenden Jahresergebnis", welches das deutsche Finanzhaus veröffentlicht hat. Hinzu komme die hohe Kostenbasis der Bank sowie die Schwierigkeit aus dem Privatkundengeschäft und der Vermögensverwaltung Erträge zu generieren. Vorstandsmitglied Hermann-Josef Lamberti stellte am Rande einer Veranstaltung in Frankfurt für dieses Jahr ein deutlich besseres Ergebnisse für die Deutsche Bank 24 und das Privat Banking in Aussicht. Die Aufwands-Ertragsrelation der Deutschen Bank liegt mit 93,7 % deutlich über den Vorjahren. Experten halten einen Wert zwischen 60 und 70 % für die Deutsche für angemessen.

Analysten haben ihre Kursziele für die Deutsche Bank ebenfalls heruntergestuft. Experten von Morgan Stanley reduzierten das Kursziel von 71 auf 60 Euro. Grund sei der verhaltenen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr, hieß es. Breuer hatte erklärt, die Ertragslage sei abhängig von der Wirtschaftslage und er rechne erst im zweiten Halbjahr mit einer Erholung. Die Bank Credit Lyonnais stufte die Aktie mit einem Kursziel von 60 Euro auf "Verkaufen" von zuvor "halten" zurück. Insgesamt empfehlen rund 59 % der in Bloomberg gelisteten Analysten die Aktie zum Kauf, 28 % zum Halten und 13 % zum Verkauf.

Am Rande der Pressekonferenz am Donnerstag sagte Breuer, der Januar sei "ein zufriedenstellender Monat". Er hoffe, dass diese zufriedenstellende Ertragsentwicklung anhalten werde.

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