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16.01.2001

19:11 Uhr

rtr AACHEN. Der Vorstand der Aixtron AG, Kim Schindelhauer, erwartet einen Umsatzanstieg bei seinem Unternehmen um mindestens 30 bis 40 Prozent in den nächsten Jahren. "Wir werden voraussichtlich 30 bis 40 Prozent per anno in den nächsten Jahren wachsen", sagte Schindelhauer am Dienstag. Dies sei sogar eher konservativ geschätzt für den Hersteller von Produktionsanlagen für Verbindungshalbleiter. "Auch in der Vergangenheit haben wir unsere Planungen erheblich übertroffen", führte er aus. Für das Jahr 2000 stellte Schindelhauer eine höhere Dividende in Aussicht und bekräftigte die jüngsten Planungen.

"Die Märkte, in die Aixtron mit seinen Schlüsseltechnologien hineinliefert und die nicht untereinander im Wettbewerb stehen, werden stark wachsen", sagte Schindelhauer. Allein die Leuchtdiodenindustrie, in der das Aachener Unternehmen etwa 50 Prozent seiner Umsätze mache, berge "gigantische Potenziale". "Jeder will Strom sparen und Leuchtdioden verbrauchen nur ein Zehntel einer herkömmlichen Glühbirne", fügte er hinzu. Aixtron beliefert neben der Leuchtdiodenindustrie unter anderem auch die Telekommunikationsbranche und die Consumer-Electronic. "Laut Expertenmeinung sind in diesen Industriesparten jährliche Zuwachsraten von 50 bis 100 Prozent zu erwarten", führte Schindelhauer aus. Positiv bewertete er, dass sein Unternehmen weltweit nur 350 Mitarbeiter beschäftige. "Wir haben die gesamte Produktion outgesourct". Dies gebe dem Unternehmen die nötige Flexibilität auf Marktschwankungen zu reagieren. Aixtron hat nach den Angaben Niederlassungen in Deutschland, den USA, England und Schweden.

Die zu den 50 wichtigsten Unternehmen des Neuen Marktes gehörende Aixtron wird nach den Worten des Vorstandes für das Jahr 2000 voraussichtlich erneut eine höhere Dividende zahlen. Schindelhauer sagte: "Im Moment spricht nichts dagegen". Die Unternehmensstrategie sehe eine ertragsorientierte Ausschüttung vor, die in den vergangenen Jahren rund 30 Prozent des Betrages ausgemacht habe, der nicht den Rücklagen zugeführt wurde. 1999 lag die Dividende unter Berücksichtigung aller Kapitalmaßnahmen bei 0,9 (0,06) Euro. Für das abgelaufene Geschäftsjahr bekräftigte Schindelhauer die im November zum zweiten Mal angehobenen Prognosen, die neben einem Umsatzzuwachs von 77 Prozent auf 150 (Vorjahr 85) Millionen Euro einen überproportionalen Ergebnisanstieg vorsehen. Vor Steuern wird ein Ergebnis von 33 Millionen Euro (plus 85 Prozent) erwartet und ein Anstieg des Überschusses um 71 Prozent auf 19,2 (10,4) Millionen Euro. Die endgültigen Kennzahlen sollen am 9. März 2001 veröffentlicht werden.

Analysten schätzen derzeit einhellig die Chancen des Unternehmens hoch ein. Die Marktposition sei "exzellent", sagte Commerzbank-Experte Heinz Steffen. Aixtron habe mit gut 60 Prozent weltweit die Marktführerschaft und bediene Unternehmen aus diversen Branchen. Die Commerzbank empfiehlt das Papier mit "Kaufen" wie auch die Deutsche Bank.

Die Aktie notierte am Dienstagnachmittag mit 99,25 Euro fünf Prozent unter dem Schlusskurs des Vortages. Der bisherige Spitzenwert wurde im August 2000 mit 179 Euro erreicht.

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