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12.02.2002

19:04 Uhr

Vorstandschef Schambach reagiert mit massivem Stellenabbau

Intershop rutscht tiefer in die roten Zahlen

Die Intershop Communications AG baut trotz drastischer Einsparungen und des Rückzugs aus dem internationalen Geschäft ihre Verluste aus.

va HB BERLIN. Im Jahr 2001 hat sich das Betriebsergebnis gegenüber 2000 auf minus 131,8 Mill. Euro etwa verdreifacht. Der Umsatz des Anbieters von Software für E-Business halbierte sich nahezu auf 68,7 Mill. Euro.

Stephan Schambach, Vorstandsvorsitzender und Gründer des Jenaer Unternehmens, dreht deshalb erneut an der Kostenschraube. Am Dienstag kündigte er an, die Stellen von 733 auf 500 kürzen zu wollen. Damit wird sich die Zahl der Beschäftigten seit Anfang 2000 mehr als halbieren.

"Wir brauchen flachere und kundennähere Strukturen", sagte er dem Handelsblatt. Darum streiche Intershop zwei Management-Ebenen. Auch der zweite Vorstandsposten, den bisher Intershop-Mitgründer Wilfried Beeck besetzt hatte, sei überflüssig geworden. "Viele Köche verderben den Brei", erklärte Schambach den Weggang Beecks. Der ehemalige Finanzvorstand hatte im vergangenen Jahr die Kosten um rund 60 % gesenkt.

Über das laufende Jahr äußerte sich Schambach nur vage. Der Vorstandschef bekräftigte lediglich, man wolle im letzten Quartal 2002 in die schwarzen Zahlen kommen. Wenn sich nichts bei Intershop ändert, werden die Barreserven noch bis Ende 2002 reichen. Im vergangenen Quartal hat das Unternehmen 8,9 Mill. Euro verbrannt.

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