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14.01.2003

20:20 Uhr

Vorstoß in neue Dimensionen

Smart setzt mit neuem Viersitzer zum Sprung an

Mit dem ersten viersitzigen Smart, der 2004 unter dem Namen "Smart forfour" auf den Markt kommt, will der zum Daimler-Chrysler-Konzern gehörende Kleinstwagenbauer in eine neue Größenordnung wachsen und den Sprung in die USA schaffen.

Reuters BÖBLINGEN. Der in den Niederlanden produzierte Forfour ("für vier") solle 2005 auf Basis von 80 000 Einheiten die Gewinnschwelle erreichen, sagte Mercedes-Benz-Chef Jürgen Hubbert, zu dessen Konzernsparte Smart gehört, am Dienstagabend am neuen Sitz von Smart in Böblingen bei Stuttgart. Von 2005 an will Smart mit einer in Brasilien gefertigten Variante des Viersitzers endlich auch den US-Markt erobern. Das 1998 als Micro Compact Car GmbH gegründete Unternehmen soll im Jahr 2004 seine Anlaufverluste wettgemacht haben.

Der viersitzige Smart soll auf der gleichen Plattform wie ein neuer Kleinwagen des Daimler-Chrysler-Partners Mitsubishi für den europäischen Markt im niederländischen Born gebaut werden. Daimler-Chrysler werde 2004 die 50-prozentige Beteiligung an dem "NedCar"-Werk von Mitsubishis bisherigem Joint-Venture-Partner Volvo übernehmen, sagte Smart-Designchef Helmut Wawra. Etwa 60 Prozent der Bauteile von "forfour" und Mitsubishi sollen identisch sein. Damit kann der Smart auch bei einer relativ geringen Stückzahl profitabel produziert werden. Das Auto werde dennoch ein typischer Smart bleiben, betonte er.

Mit dem Viersitzer entwickele sich Smart endgültig zu einer Dachmarke für eine ganze Produktfamilie, sagte Renschler. Seit 1998 hat das Unternehmen, an dem ursprünglich "Swatch"-Erfinder Nicolas Hayek beteiligt war, 440 000 Einheiten des 2,50 Meter langen "City Coupe" und des Smart Cabrio verkauft. Von April an kommt mit dem Smart Roadster erstmals ein längeres Modell hinzu. Daimler-Chrysler wolle den Smart als "Premium-Kleinwagenmarke" positionieren, sagte Mercedes-Chef Hubbert.

Mit Hilfe der Roadster-Version werde Smart auch 2003 trotz der Flaute auf dem Automarkt seine Verkaufszahlen erhöhen, gab sich Renschler zuversichtlich: "Smart ist gut aufgestellt, dem Gegenwind auf den Automobilmärkten zu begegnen." Auf eine genaue Absatzzahl wollte er sich nicht festlegen. Im vergangenen Jahr hatte die Smart GmbH den Absatz um fünf Prozent auf gut 122 000 Fahrzeuge und den Umsatz auf gut 1,1 (2001: 1,03) Milliarden Euro gesteigert. Das sei mehr als geplant, hieß es. Der Smart-Chef bekräftigte das Ziel, 2004 operativ schwarze Zahlen zu schreiben. Dann habe der Kleinstwagen-Bauer seine auf einen Milliardenbetrag geschätzten Anlaufverluste wettgemacht.

Der "Forfour" soll Smart auch den lange anvisierten Sprung auf den amerikanischen Markt ermöglichen. Die Einführung des Zweisitzers war bisher an den strengen Sicherheitsvorschriften der US-Behörden für die Betankung des Fahrzeugs gescheitert.

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