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09.01.2001

13:23 Uhr

VW, BMW und Daimler-Chrysler verlieren

Automobilwerte ziehen Bremse an

Die Automobilwerte haben am Dienstag die Bremse angezogen und mit deutlichen Kursabschlägen notiert. Daimler-Chrysler führte zeitweilig die Verliererliste an. Die Aktie mit dem Stern musste Kursverluste von 2,47% auf 45,35 Euro hinnehmen. BMW gaben 1,87% auf 36,79 Euro ab, während Volkswagen-Papiere bei 55,85 Euro standen - einem Minus von 2,62%.

dpa-afx FRANKFURT. Die Analysten von Goldman Sachs hatten am Morgen ihre Gewinnerwartungen für Daimler-Chrysler für das Jahr 2001 von 2,89 Euro auf 1,99 Euro je Aktie gesenkt. Ein Analyst sagte, die Investmentbank erwarte 2001 im US-Geschäft von DaimlerChrysler einen Verlust von 1,2 Mrd.. Euro.

Bei DaimlerChrysler wirke noch nach, dass die Produktion in den USA um 26% gekürzt werden musste, ergänzte Analyst Jan Grießhammer von der Helaba Trust das Minus. Der Markt würde sich jetzt fragen, ob hier Lagerbestände abgebaut würden - oder ob die Situation "wirklich so düster" sei, auch für das Jahr 2002. "Die Anleger sind bei DaimlerChrysler nach wie vor vorsichtig", sagte Grießhammer. Außerdem würden sie auf das Umstrukturierungsprogramm warten, das Ende Februar veröffentlicht werden soll.

Der Finanzvorstand habe aber schon "durchsickern lassen", dass es da Fortschritte gebe. Der Analyst erläuterte, dass ja die großzügigen Mitarbeiterverträge geändert werden müssen. Damit würden die Personalkosten gesenkt, und so könne man die "Probleme in den Griff kriegen".

"Natürlich nimmt die Börse viel vorweg", sagte Grießhammer außerdem. So gewähre Chrysler auch schon auf neue Modelle Preisnachlässe, um den Marktanteil in den USA überhaupt halten zu können. "Das ist unüblich, erklärte der Analyst."

Die derzeitigen Verluste von BMW und Volkswagen seien eher damit zu erklären, dass die Anleger nicht mehr in zyklische Werte investieren, so Grießhammer. Man dürfe nicht pauschalisieren, dass alle Automobil-Werte fallen, wenn die Aktie von Daimler-Chrysler verliert.

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