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14.01.2002

16:46 Uhr

Wachstum im Vergleich zu 1999

Werbevolumen 2001 um 6,3 Prozent gesunken

Das Werbevolumen in den klassischen Medien ist Marktforschungen zufolge im Jahr 2001 um 6,3 Prozent auf rund 17 Milliarden Euro gesunken. Insgesamt seien damit rund 1,1 Milliarden Euro weniger für Werbung im Fernsehen und Radio, in Zeitungen und Zeitschriften sowie auf Plakaten ausgegeben worden als noch im Werbe-Boomjahr 2000, teilte die Marktforschungsfirma ACNielsen am Montag in Hamburg mit.

Reuters HAMBURG. Im Vergleich zu 1999 ergebe sich jedoch ein Wachstum der Brutto-Aufwendungen von 4,9 Prozent. Bei Brutto-Aufwendungen werden Rabatte und Tauschgeschäfte nicht berücksichtigt.

2001 habe die Fernsehwirtschaft mit 7,6 Milliarden Euro erneut die höchsten Werbe-Umsätze in den klassischen Medien verbucht, teilte ACNielsen weiter mit. Mit rund vier Milliarden Euro hätten die Publikumszeitschriften Rang zwei eingenommen, gefolgt von den Zeitungen (3,6 Milliarden), dem Radio (934 Millionen), den Plakaten (467 Millionen) und den Fachzeitschriften (396 Millionen).

Den größten Anteil an den Werbe-Ausgaben im Jahr 2001 hatten den Angaben zufolge die Massenmedien, gefolgt von der Autoindustrie, den Handelsunternehmen und der Telekommunikationsbranche. Sie seien zusammen für knapp ein Drittel der Gesamtaufwendungen verantwortlich.

"Das Werbeverhalten einzelner Branchen hat sich im Jahr 2001 deutlich verändert", sagte ACNielsen-Geschäftsführer Ludger Vornhusen. Telekommunikation, Finanzdienstleistungen und Online-Unternehmen seien weniger beworben worden, klassische Konsumgüterprodukte dafür deutlich stärker. "Die Entwicklung in den Mediengattungen resultiert in erster Linie aus der unterschiedlichen Bedeutung der einzelnen Medien für diese Branchen", fügte Vornhusen hinzu.

So sei der Rückgang bei den Fachzeitschriften mit fast 16 Prozent besonders groß ausgefallen. Auch die Zeitungen und das Radio hätten mit einem Minus von je 10,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr prozentual besonders verloren. Dabei sei aber zu berücksichtigen, dass die Zeitungen im Jahr 2000 noch besonders deutlich von den Entwicklungen in der Telekommunikationsbranche profitieren konnten. In die Fernsehwerbung seien 2001 dagegen nur 5,2 Prozent und in die Reklame in Publikumszeitschriften 2,8 Prozent weniger investiert worden. Die Plakatwerbung sei mit einem Minus von 0,5 Prozent nahezu konstant geblieben.

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