Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.06.2000

16:40 Uhr

dpa AMBERG. Der angeschlagene Oberpfälzer Autozulieferer Grammer hat den Sprung aus den roten Zahlen geschafft. Nach dem Start eines Sanierungsprogramms sei in den ersten fünf Monaten 2000 ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 32 Mill. DM erzielt worden, berichtete der Vorstand am Freitag der Hauptversammlung in Amberg. Der Umsatz sei in Jahresfrist um ein Fünftel auf 536 Mill. DM (274 Mill. Euro) gestiegen.

Der Hersteller von Lastwagen- und Bahnsitzen verhandelt derzeit mit Investoren über eine Aufstockung des Kapitals. Zusätzlich wird der Brancheninsider Bernd Blankenstein am 1. Juli das Amt des Vorstandsvorsitzenden übernehmen und den international ausgerichteten Konzern leiten.

Die Grammer AG peilt in diesem Jahr 13 % Umsatzwachstum auf 1,25 Mrd. DM an. Das EBIT-Ergebnis soll deutlich über 40 Mill. DM liegen. 1999 wies Grammer über 60 Mill. DM Verlust aus. Deshalb soll die Dividende ausfallen. Im Zuge der Sanierung sollen 400 der damals 6 450 Arbeitsplätze wegfallen.

Der Vorstandssprecher Martin Grammer machte das schnelle Wachstum der vergangenen Jahre für den Gewinneinbruch antwortlich. Der Umsatz sei binnen vier Jahren von 400 Mill. DM auf gut 1,1 Mrd. DM geklettert. Nach der Gesundung werde das Wachstum "nicht mehr in dem rasanten Ausmaß der letzten Jahre" vorangetrieben werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×