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23.01.2003

11:45 Uhr

Wachstum und Renditesteigerungen durch Strukturwandel

Traditionelle Autohändler vor dem Umbruch

In den kommenden Jahren werden die deutschen Automobilhersteller Wachstum und Renditesteigerungen im Inland hauptsächlich dadurch erreichen können, dass sie das Neugeschäft und den Vertrieb effizienter organisieren.

vwd STUTTGART. Vor allem von der Fähigkeit zur Renditesteigerung in diesem Geschäftsbereich wird der Unternehmenserfolg abhängen, wie die aktuelle Studie von "Automobilvertrieb 2010" von Mercer Management Consulting feststellt.

Bislang liegt der Unternehmensberatung zufolge die Umsatzrendite im Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen sowie dem Verkauf von Dienstleistungen unter einem Prozent, möglich seien zwei bis vier Prozent. Daran könne der Hersteller beispielsweise durch Direktgeschäft und Systempartnerschaften stärker als bisher teilhaben.

Der deutsche Automobilvertrieb leidet vor allem unter zu vielen kleinen unabhängigen Anbietern - insgesamt rund 24 000 Stützpunkte streiten um den Kunden. Mercer sagt für die kommenden Jahren einen Verdrängungswettbewerb voraus, dem rund 40 Prozent aller Niederlassungen zum Opfer fallen dürften. Hierzu werden die auf den deutschen Markt drängenden international agierenden Großhändler wie Autonation, Sonic, UAG und Ashbury beitragen.

Traditionelle Vertragshändler würden rund 20 Prozent Marktanteil verlieren, prognostiziert die Unternehmensberatung. Für die deutschen Hersteller werde sich dies allerdings positiv auswirken, denn sie erhielten starke Handelspartner. Zudem könnten die Konzerne über Systempartnerschaften ertragreiche Dienstleistungen wie Finanzierung, Versicherung und Zubehör anbieten. Finanziert werden soll dies Mercer zufolge durch gewinnneutrale Umschichtungen bei den Investitionen: "Anstatt primär in die Produktion zu investieren, werden beträchtliche Summen in die neue Kernkompetenz Vertrieb umgeleitet."

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