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31.01.2002

19:00 Uhr

Wachstumsschub bei Bonussystemen

Karstadt und Telekom erwarten 13 Millionen Karten-Nutzer

13 Millionen Nutzer wollen die Partner Karstadt-Quelle und Deutsche Telekom im ersten Jahr ihrer Zusammenarbeit beim Kundenkarten-System "Happy Digits" (Glückliche Punkte) gewinnen. Dieses Ziel ist laut Karstadt-Quelle-Vorstand Peter Gerard vorsichtig geschätzt.

rv DÜSSELDORF. Denn der Versandkonzern alleine habe die Zahl seiner Kundenkarten 2001 bereits um 58 % auf 8,1 Millionen steigern können, rechnete Gerard bei der Vorstellung des Systems in Düsseldorf vor. Insbesondere die Abschaffung von Rabattgesetz und Zugabeverordnung habe diesen Schub ermöglicht, da die Unternehmen ihren Kunden nun mehr Anreize bieten können.

Die Deutsche Telekom, die ihr Karten-System Happy Digits laut Vorstand Josef Brauner vor drei Monate gründete, hat 500 000 Karten-Inhaber. Da die Telekom allein im Festnetz 41 Millionen Kunden betreut, sieht er noch reichlich Potenzial. Dies um so mehr, als Deutschland - gemessen an Westeuropa - Nachholbedarf hat: "Während etwa jeder Bürger in Großbritannien im Schnitt fast drei Kundenkarten hat, besitzt jeder Deutsche nicht einmal eine", so Brauner. Genau genommen ist Deutschland mit 0,6 Karten pro Kopf das Schlusslicht in Westeuropa.

Dem Happy-Digits-System sind der Karstadt-Quelle-Konzern mit allen Töchtern sowie die Deutsche Telekom mit T-Online, T-Mobil und T-Systems angeschlossen. Während Karstadt Quelle vor allem die Prämien einbringt, betreibt T-Systems das technische System und schafft die Verknüpfung mit dem Karstadt-Quelle-Programm. An der Betreibergesellschaft "Customer Advantage Programm GmbH" hält Telekom 51 %, Karstadt Quelle 49 %. Derzeit ist das Bonus-Programm Payback mit 15 Millionen Kunden noch die Nummer eins. Gerard ist aber überzeugt, dass Happy Digits bald die 20-Millionen-Kunden-Marke erreicht. Payback-Chef Alexander Rittweger freut sich schon auf den neuen Wettbewerb.

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