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07.04.2003

16:07 Uhr

Wachstumsschwäche macht Euroland zu schaffen

Auch Italien reißt Defizit-Hürde

Wachstumsschwäche und überhöhte Dezite machen dem Euroland mit den zwölf Staaten der Gemeinschaftswährung schwer zu schaffen. So erwarte die EU-Kommission für Deutschland im laufenden Jahr nur noch ein Mini-Wachstum von 0,4 Prozent. Damit sei Deutschland Schlusslicht im Euroland.

HB/dpa BRÜSSEL. Für 2004 werden 2,0 Prozent Wachstum erwartet. Die Kommission will ihre Frühjahrsprognose am Dienstag in Straßburg veröffentlichen.

Nach Frankreich, Deutschland und Portugal werde auch Italien im kommenden Jahr mit 3,1 Prozent die Defizithürde von drei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt reißen, falls die Regierung in Rom nicht gegensteuert.

Portugal dürfte in diesem und im kommenden Jahr wieder die Schallmauer von drei Prozent durchbrechen. Wie bereits bekannt, erwartet die EU-Behörde, dass auch Deutschland 2003 mit 3,4 Prozent wieder eine zu hohe Neuverschuldung haben wird.

Bundesfinanzminister Hans Eichel hatte am Wochenende beim Finanzministertreffen in Griechenland eine neuerliche Überschreitung der Defizit-Grenze indirekt eingeräumt. Im vergangenen Jahr waren es 3,6 Prozent gewesen. Für das kommende Jahr werden 2,9 Prozent vorhergesagt.

EU-Währungskommissar Pedro Solbes hatte in Griechenland gesagt, er rechne für das laufende Jahr nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent für die Länder der Euro-Zone. Noch im Herbst vergangenen Jahres hatte er 1,8 Prozent vorhergesagt. Für das kommende Jahr erwartet Solbes nun 2,25 Prozent Wachstum.

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