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02.01.2001

10:36 Uhr

Währung steigt auf 0,9467 $

Euro klettert auf Fünf-Monats-Hoch

Der Euro hat im frühen europäischen Handel trotz weiterer Signale für eine Verlangsamung des Wachstums in Deutschland seinen Aufwärtstrend fortgesetzt.

Reuters FRANKFURT. Der Euro hat am Dienstag im frühen europäischen Handel trotz weiterer Signale für eine Verlangsamung des Wachstums in Deutschland seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Zum $ stieg die Währung auf ein neues Fünf-Monats-Hoch von 0,9467 $. Auch zur japanischen Währung kletterte der Euro auf ein neues Zehn-Monats-Hoch über 108 Yen. Händlern zufolge stützten weiterhin Erwartungen den Euro, dass sich die Wirtschaft in der Euro-Zone weniger stark abkühlt als in den USA und in Japan sowie davon ausgehend die Annahme, dass die Zinsen in den USA und Europa bald sinken.

Eine "harte Landung" der US-Wirtschaft prognostizierte der US-Investor George Soros. Die Perspektiven für Europa beurteilten französische Nationalbank-Präsident Jean-Claude Trichet und der neue Chefvolkswirt des Bundeskanzleramts, Bernd Pfaffenbach, optimistisch.

Gegen 10.15 Uhr MEZ notierte der Euro mit 0,9461/66 nach einer letzten Notiz am Freitag in New York von 0,9426/30 $. Zum Yen zog der Kurs auf 108,19/26 Yen an. Die US-Währung wurde mit 114,55/60 (114,37/45) Yen gehandelt.

Abkühlung der Wirtschaft in den USA

Der US-Investor Soros hält eine "harte Landung" der sich abkühlenden US-Wirtschaft für wahrscheinlich und sieht hierdurch schwerwiegende Folgen für viele Entwicklungsländer. "Ich glaube, (die Landung) wird ruckartig und hart. Eine harte Landung bedeutet nach Einschätzung von Volkswirten eine aprupte Abkühlung der Wirtschaft, die in Null-Wachstum oder sogar in Rezession münden könnte. "Wir befinden uns in einem ziemlich klassischen Abkühlungszyklus in den USA", sagte Soros der chilenischen Tageszeitung "El Mercurio" am Montag. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) werde nach seiner Ansicht Anfang dieses Jahres deutlich die Zinsen senken.

Der für die Geld- und Kreditpolitik verantwortliche Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) kommt am 30. und 31. Januar zu seinem nächsten Treffen zusammen, um über den weiteren Kurs der Notenbankpolitik zu beraten. Viele Volkswirte rechnen bereits dann mit einer Senkung der US-Leitzinsen.



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