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28.01.2003

08:00 Uhr

Waffeninspektionen

Irak will angeblich besser kooperieren

Der Irak sichert nach Aussage seines stellvertretenden Ministerpräsidenten Tarek Asis den Waffeninspektoren der Vereinten Nationen (UNO) wie von denen gewünscht eine engere Zusammenarbeit zu.

Reuters OTTAWA. Asis sagte am Montag im kanadischen CBC-Fernsehen, wenn die UNO-Waffeninspektoren vom Irak eine engere Zusammenarbeit wollten, "OK, lass sie das sagen. Wir machen das." Asis gab das Interview, nachdem die UNO-Chef-Waffeninspekteure in New York dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UNO) ihren Zwischenbericht über die Suche nach Massenvernichtungswaffen in Irak übergeben und dabei eine engere Zusammenarbeit mit Irak eingefordert hatten.

Asis sagte, es gebe nur zwei Meinungsverschiedenheiten mit den UNO-Inspektoren. Dies betreffe den Einsatz von Spionageflugzeugen des Typs U-2 und die Bedingungen, unter denen die Inspektoren irakische Wissenschaftler befragen könnten. "Alle anderen Aspekte der Zusammenarbeit sind erfüllt worden." Künftig werde man noch mehr tun, um die Wünsche so zu erfüllen, dass die Waffeninspektoren zufrieden seien, fuhr Asis fort.

Irak könnte nach den Worten von Asis Kuwait angreifen, falls von dort aus US-Truppen gegen sein Land marschieren sollten. Asis sagte in dem Fernsehinterview aus Bagdad weiter, Irak werde Vergeltung gegenüber US-Truppen üben, "von wo auch immer sie ihr Aggression starten". Direkte Vergeltungsschläge in den USA schloss er aus. Dazu verfüge Irak nicht über die Mittel. "Kuwait ist ein Schlachtfeld und amerikanische Truppen sind in Kuwait und bereiten sich auf einen Angriff auf Irak vor. Falls es einen Angriff aus Kuwait heraus gibt, kann ich nicht sagen, dass wir nicht Vergeltung übern werden". bei einem Angriff Vergeltung zu über, sei legitim, sagte Asis weiter.

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