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29.02.2004

19:30 Uhr

Wahlforscher

Union profitiert von Popularität Beusts

Wahlforscher machen die große Beliebtheit des Bürgermeisters für das überragende Ergebnis der Christdemokraten in der Hansestadt verantwortlich.

HB HAMBURG. Die SPD ist dagegen nach einer ersten Analyse der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom Sonntagabend an ihrem schlechten Ansehen gescheitert.

Auch wenn die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft für die SPD unter sehr ungünstigen bundespolitischen Rahmenbedingungen abgehalten worden sei, war es für die Hamburgerinnen und Hamburger laut Forschungsgruppe primär eine Landes-Wahl. So äußerten in der Woche vor der Wahl 74 Prozent aller Befragten, die Politik in der Hansestadt sei für ihre Wahlentscheidung ausschlaggebend, lediglich 14 Prozent nannten die Bundespolitik. Die Hamburger SPD könne vor allem deshalb die SPD im Bund für ihr schlechtestes Nachkriegsergebnis in Hamburg nicht verantwortlich machen, weil die SPD vor Ort ähnlich schlecht angesehen sei wie die SPD im Bund.

Neben der für die CDU relativ günstigen bundespolitischen Stimmung wurden die stärksten Zugewinne, die eine Partei jemals bei einer Wahl erreicht hat, auf das hohe Ansehen ihres Spitzenkandidaten Ole von Beust zurückgeführt. Im direkten Vergleich wünschten sich 56 Prozent jetzt wieder den amtierenden Ersten Bürgermeister, 33 Prozent sprachen sich für Thomas Mirow (SPD) aus. Der mit einem Amtsbonus ausgestattete Ole von Beust erzielte auf der +5/-5-Skala eine sehr gute Bewertung von 2,0, sein Herausforderer Mirow 0,7. Drei Viertel aller Befragten (74 Prozent) bescheinigten von Beust eine gute Arbeit als Erster Bürgermeister, darunter auch mehr als jeder zweite SPD - Wähler.

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