Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.01.2003

18:17 Uhr

Wahllokale bis 21 Uhr geöffnet

Rege Beteiligung bei der Wahl in Niederlanden

Bei den Parlamentswahlen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Sozialdemokraten und Christdemokraten ab.

dpa DEN HAAG. Bei der Parlamentswahl in den Niederlanden hat sich am Mittwoch nach Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der sozialdemokratischen Partei der Arbeit (PvdA) und den Christdemokraten (CDA) von Ministerpräsident Jan Peter Balkenende abgezeichnet. Zuletzt verfügte die CDA über 43 der 150 Sitze im Parlament und war stärkste Fraktion. Die PvdA hatte nach einer schweren Niederlage nur noch 23 von früher 45 Sitzen behalten.

Am Nachmittag zeichnete sich eine rege Beteiligung der etwa zwölf Mill. Wahlberechtigten ab. Nach ruhigem Beginn bei zunächst trübem Regenwetter in den Ballungsgebieten an der Nordseeküste wurden mittags aus den 10 000 Wahllokalen Quoten gemeldet wie bei der Wahl im Mai 2002. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 78,9 %.

Eine weitere Fernsehdebatte mit den Spitzenkandidaten der größten Parteien hatte den Wählern noch am Dienstagabend Orientierungshilfe für ihre Entscheidung geboten. Vor der Rekordkulisse von 3,2 Mill. Interessenten erläuterten die Matadoren ihre Vorstellungen zu den Hauptthemen dieser Wahl: Zuwanderung und Integration, Sozialpolitik, Sicherheit des Bürgers sowie Mängel im Gesundheits- und Erziehungswesen.

Der neue Spitzenkandidat der Sozialdemokraten, Wouter Bos, machte dabei erneut seine Bereitschaft zu einer Koalition mit den Christdemokraten deutlich. Obwohl seine Partei nach allen Umfragen in den vergangenen Wochen bei den Wählern die schweren Verluste vom Mai wieder ausgeglichen hat, fand er kein positives Echo. CDA-Chef Balkenende bekräftigte seinen Wunsch nach Fortsetzung der Regierung mit den Liberalen (VVD) unter Gerrit Zalm. Der Partei des im Mai ermordeten Rechtspopulisten Pim Fortuyn, der LPF, wurden diesmal nur geringe Chancen eingeräumt.

Die Wahllokale waren zwischen 7.30 und 21.00 Uhr geöffnet. Erste aussagekräftige Trendmeldungen wurden für 22.00 Uhr erwartet. Noch um 19.30 Uhr sollte die letzte Prognose für den Wahlausgang unter Berücksichtigung der Schlussdebatte im Fernsehen veröffentlicht werden, eineinhalb Stunden vor Schließung der Wahllokale.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×