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25.01.2001

18:26 Uhr

ap FREIBURG. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 25. März muss die CDU/FDP-Regierungskoalition um ihre Mehrheit fürchten. Nach einer Wahlumfrage von Infratest im Auftrag der "Badischen Zeitung" (Freitagausgabe) und des Südwestrundfunks kommt die CDU auf 40 Prozent der Stimmen, das sind zwei Prozentpunkte weniger gegenüber der Dezemberumfrage. Ihr Koalitionspartner FDP verharrte bei zehn Prozent, so dass die Koalition insgesamt auf 50 Prozent, das Minimum der absoluten Stimmenmehrheit, absinkt.

Bei der Wahl 1996 war die CDU auf 41,6 und die FDP auf 9,6 Prozent der Stimmen gekommen. Bei der Umfrage erhielten die SPD 32 Prozent (1996: 25,1), die Grünen zehn Prozent (1996: 12,1) und die rechtsradikalen Republikaner fünf Prozent (1996: 9,1). Der Popularitätsvorsprung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel (CDU) vor seiner SPD-Herausforderin bei der Landtagswahl, Ute Vogt, wird zusehends geringer. Wenn die Baden-Württemberger ihren Regierungschef direkt wählen dürften, würden sich derzeit 47 Prozent für Teufel und 39 Prozent für Vogt entscheiden.

CDU-Landesgeneralsekretär Volker Kauder sagte, seine Partei bleibe nach wie vor mit Abstand die stärkste Kraft. Sie müsse noch stärker werden. Für Rot-Grün gebe es keine Mehrheit. Eine Wechselstimmung sei nicht festzustellen. SPD-Landesgeneralsekretär Wolfgang Drexler bezeichnete die Umfrage als "ermutigend und positiv im Trend." Es komme jetzt darauf an, in den letzten Wahlkampfwochen vor allem um die noch unentschiedenen Wähler zu werben.

FDP-Landeschef und Wirtschaftsminister Walter Döring betonte, die Liberalen stabilisierten sich auf hohem Niveau. Sie lägen seit Monaten im zweistelligen Bereich und strebten dieses Ergebnis auch am Wahltag an. Die FDP wolle dritte Kraft in Baden-Württemberg werden. Diesen Platz nehmen bisher die Grünen ein. Deren Fraktionschef im Stuttgarter Landtag, Dieter Salomon, bekräftigte: "Teufel muss weg." Die Zahlen machten Mut. Die Werte der CDU gingen immer weiter und kontinuierlich zurück.

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