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01.02.2001

15:14 Uhr

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Wall Street geht zurück zur Tagensordnung

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Die Börsianer gehen wieder zur Tagesordnung über. Die lang erwartete, doch wenig überraschende Entscheidung der US-Notenbank zur weiteren Zinspolitik ist nun bekannt. Alan Greenspan hat die US-Leitzinsen um die erhofften 50 Basispunkte auf 5,5 Prozent gesenkt. Nach drei Tagen flauen Handels dürfte der Wall Street heute wieder ein lebhafterer Börsentag bevorstehen, denn so manch aufgeschobenen Entscheidung dürfte heute auf Grundlage genauerer Informationen getroffen werden.

NEW YORK. Die ersehnten Kursgewinne bei den Banktiteln blieben gestern aus. Verschiedene Analystenhäuser hatten vergangene Woche Finanztiteln Kurszuwächse vorhergesagt, sollte die US-Notenbank die Leitzinsen um die erwarteten 50 Basispunkte senken. Doch der Goldregen blieb aus. Greenspans ersehnter Zinsschritt war bereits in den Aktienpreisen enthalten. Anleger lösen einen Teil ihrer Gewinne ein. Die Eröffnungsindikatoren der Wall Street deuten auch am Morgen auf einen leichteren Handelsstart hin.



Während der Nasdaq Future mit rund elf Punkten in der Verlustzone pendelt, können Computerwerte vorbörslich Punkte gut machen. Anleger hoffen auf eine baldige Erholung des US-Wirtschaftswachstums und steigende Unternehmensgewinne. Die besten Chancen räumen Anleger Wachstumswerten der Computer-Branche ein. Computerdirektvertreiber Dell, Softwareriese Microsoft und andere artverwandte Werte zählen vor Handelsstart zu den beliebten Titeln. Merrill Lynch unterstützt den Trend. Seit 1987 konnten Computerwerte in den Jahren von Zinssenkungen durchschnittlich 45 Prozent an Wert gewinnen.



Die Kursphantasie auf dem Sektor unterstützen die guten Quartalszahlen von Celestica. Der viertgrößte US-Hersteller von Elektrokomponenten hat seinen Gewinn im vierten Quartal mehr als verdreifacht und konnte die Erwartungen der Analysten schlagen. Vor Handelsbeginn legt die Aktie an Wert zu.



Ebenfalls bewegt doch weniger erfreulich dürfte auch der Handelstag für Network Appliance aussehen. Credit Suisse First Bosten reduziert die Empfehlung für den Anbieter von Speicherlösungen von "kaufen" auf "halten". Als Grund nennten die Analysten nicht allein die abkühlende Konjunktur und die damit schwächeren Wachstumsaussichten, sondern auch den stärkeren Wettbewerb. Neben Konkurrenten wie Sun Microsystems stößt auch EMC in dem Markt von Network Appliance vor. Der Konkurrent versucht vor allem durch niedrigere Preise Marktanteile von Network Appliance zu gewinnen. Die Aktie notiert bereits vorbörslich schwächer.



Schadensbegrenzung betreibt am Morgen der angeschlagene Automobilriese DaimlerChrysler. Nachdem das Unternehmen mit Massenentlassungen die ersten Schritte einleitet, Kosten zu senken und Verluste zu begrenzen, holt sich der Konzern nun Unterstützung. Zur Seite stehen sollen dem Konzern künftig Experten der Deutschen Bank und J.P. Morgan.



Die Quartalssaison geht weiter. Die Anleger dürfen heute auf die Quartalsdaten von barnesandnobel.com, Quaker Oats, Sprint und Verizon gespannt sein

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