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29.01.2001

19:00 Uhr

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Wall Street im Plus

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

So richtig in Gang kommt die Wall Street zum Wochenanfang nicht. Die anstehende Veröffentlichung wichtiger Quartalsergebnisse, die bevorstehende Sitzung der US-Notenbank und Restrukturierungspläne einiger Unternehmen halten die Börsianer am Montag in Schach. Während den Dow Jones Index Kursgewinne von American Express, Home Depot und Hewlett-Packard auf die sichere Seite treiben, profitiert der Nasdaq Index von Gewinnen bei Qualcomm, Nextel und Ciena.

Die Mehrheit der Anleger rechnet mit einer bevorstehenden Zinssenkung. Die Notenbank wird morgen und übermorgen unter anderem über weitere Schritte in der Zinspolitik beraten. Nachdem Notenbank-Chef Alan Greenspan durch vermehrte Zinserhöhungen gelungen ist, das Inflationsrisiko in den Vereinigten Staaten zu senken, kämpft der Notenbank-Chef nun gegen eine drohende Rezession. Bereits in der ersten Woche des Neuen Jahres reduzierte "Big Al" die US-Leitzinsen um 50 Basispunkte.



Nun rechnen die Anleger erneut mit einem Zinsschritt. Doch wie hoch dieser ausfallen wird, darüber sind sie sich nicht sicher.



Finanztitel profitieren heute von der Phantasie auf dem Sektor. Nicht allein die erwartete Zinssenkung sorgt für Kursgewinne bei American Express, Citigroup und J.P. Morgan Chase. Die Werte seien nun attraktiv, so die Analysten. Der Preis von J.P. Morgan liege zurzeit sowohl unter dem Buch- als unter dem Marktwert anderer Papiere und sei günstig zum Einstieg.



Die Technologiebranche leidet unter den schlechten Prognosen von Netzwerkausstatter Cisco Systems. Die Aktie des Netzwerkausstatters führt seit den Morgenstunden die Verliererliste der Nasdaq Werte an. Vorstand John Chambers hatte sich zurückhaltend zur Wachstumsentwicklung des Unternehmens äußerte. Das Januar-Geschäft des Netzwerkausstatters habe die Planzahlen nicht ganz erfüllt, so Chambers auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Schuld sei das schwierige Geschäftsumfeld. Sollte der Trend anhalten, müssten die Prognosen für die Zukunft nach unten revidiert werden. Lehman Brothers bestätigt die Aktie zwar auf "aggressiv kaufen", senkt jedoch das Kursziel von 47 auf 45 Dollar.



Auch Intel, Microsoft und Siebel nimmt diese Nachricht den Schwung. Zu den Verlierern zählt auch Ariba. Das B2B-Unternehmen meldet die Übernahme des kleineren Konkurrenten Agile Software für den Kaufpreis von rund 2,6 Milliarden Dollar in Aktien. Agiles Aktionäre freuen sich. Sie erhalten für ihre Aktien nun elf Dollar mehr, als sie noch am vergangenen Freitag im Handel kosteten. Durch die Übernahme will Ariba die Marktposition stärken. Doch die Anleger von Ariba freut die Nachricht nicht.



Die Wende schafft Xerox am Vormittag. Zwar zeigten sich Anleger am Morgen wenig über die erneute Verlustmeldung erfreut, scheinen sind die Aussichten zufriedenstellend. Der angeschlagene Kopiererhersteller will in der zweiten Jahreshälfte nun wieder profitabel arbeiten. Nachdem das Unternehmen die Analysten am Morgen mit einem Verlust von 31 Cents pro Aktie enttäuschte, sind die Prognosen Salbei auf die Wunden. Die Aktie gewinnt 13 Prozent an Wert.

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