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12.03.2003

11:02 Uhr

Wall Street: Nachbörslich notiert

Die US-Börsen suchen einen Katalysator

An der Wall Street wird weiter gewartet. Auf die Sicherheitsratssitzung am Donnerstag, auf die Fed-Sitzung in der nächsten Woche... und vor allem auf klare Sicht. Damit dürfte man die Latte allerdings ein wenig hoch gelegt haben. In nächster Zeit spricht nichts für Aufheiterung und anziehende Kurse.

Die Lage an den US-Börsen scheint in der Tat so mau, dass wieder verstärkt technische Analysen herumgereicht werden. Ein Trader verteilt auf dem Parkett eine Grafik, auf der ein Wust aus dicken und dünnen schwarzen Graphen und Linien in einem lila Koordinatensystem erklärt, warum wir in den nächsten Tagen den Beginn einer heißen Rallye auf rund 11 000 Punkte sehen dürften.

Und warum? Nun, die Zahl ergibt sich aus den Hochs der letzten fünf Rallyes, die zugegebenermaßen fast eine Gerade bilden. Kurzfristiger Nachteil: Bevor die Rallye startet fällt der Dow auf unter 7000 Punkte - zum ersten Mal seit mehr als sechs Jahren - und damit stehen uns zunächst weitere dramatische Stürze bevor. Nachteil über die zeitliche Betrachtung hinaus: Für die erwähnte Rallye gibt es keinerlei fundamentale Gründe. Das wiederum heißt: Wenn sie kommt, dann dürfte sie wenngleich steil so doch vor allem nur kurz verlaufen.

Der Mittwoch dürfte nun ein weiterer ruhiger Tag sein - unabhängig davon, ob sich die Indizes vom jüngsten Abwärtstrend ein wenig erholen oder noch eins draufsetzen. Von Unternehmensseite stehen keine nennenswerten Bekanntgaben an, von konjunktureller Seite ist über die Handelsbilanz vom Februar zu erfahren. Dass diese über den Monat hinaus betrachtet historisch schlecht ausfällt, ist allerdings bekannt und keine Überraschung.

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