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05.03.2003

08:32 Uhr

Wall Street: Nachbörslich notiert

Geht der Dow auf historische Talfahrt?

Die US-Börsen sind im freien Fall, und es scheint nichts zu geben, was sie im Moment aufhalten kann. Fundamental nicht, und technisch auch nicht. Höchstes eine kleine Trotz-Rallye könnte den Märkten zur Wochenmitte helfen, eine solche scheint indes unwahrscheinlich.

NEW YORK. Der Dow ist am Dienstag unter den Stand vom 11. Oktober letzten Jahres gefallen - damals hatte sich der Standardindex in einer zweitägigen Rallye von einem Sechs-Jahres-Tief befreit und einen (vergeblichen) Sprint gestartet. Auf dieses Sechs-Jahres-Tief - oder darunter - könnten die US-Börsen noch in dieser Woche rutschen, am Dienstagabend hält man sich krampfhaft 418 Zähler über der Marke. So etwas kann an zwei, drei schlechten Tagen schnell wegbrechen.

Im Mittwochshandel ist nun auch nicht viel Aufmunterndes zu erwarten. Nach einem enttäuschenden ISM-Index zur Verarbeitenden Industrie legt das selbe Institut den Bericht über die Aktivitäten im Dienstleistungsgewerbe vor. Experten rechnen laut jüngsten Erhebungen damit, dass sich der Index auf 55,5 Punkte leicht verbessert - ernsthaft dürfte in den Stunden vor der Bekanntgabe aber niemand mehr mit einem positiven Ausschlag gegenüber dem Vormonat rechnen.

Auch die Mitglieder der Notenbank dürften sich im Beige Book wenig optimistisch zur konjunkturellen Lage der Nation geäußert haben. Sie legen ihr Werk am Mittag vor, es dient dem Komitee als Sitzungsvorlage, wenn man in zwei Wochen wieder zusammentritt und über die Zinspolitik in den USA berät. Besondere Sorge dürfte dem Fed-Gremium nach wie vor der schwache Arbeitsmarkt machen. Ein Blick auf die neuesten Daten und die Arbeitslosenquote für Februar stehen zwar erst am Freitag an, doch war ein Vorbericht der Marktforscher von Challenger, Gray & Christmas wenig verheißungsvoll, der von weiter steigenden Entlassungen spricht.

Von Unternehmensseite dürfte der Mittwochshandel erneut ruhig werden, da die Ertragssaison im großen und ganzen vorbei ist. Es melden noch einige Einzelhändler, darunter zur Wochenmitte der Spielwarenriese Toys R Us und der Bürobedarfshändler Staples.

© Wall Street Correspondents, Inc

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