Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.01.2001

16:07 Uhr

Handelsblatt

Wall Street: Schwacher Handelsstart

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

New Yorks Aktienmärkte eröffneten freundlich, drehten dann jedoch in die Verlustzone. Zwar blieb die Arbeitslosenquote im Dezember auf dem Vormonatsniveau von 4,0 Prozent, doch fielen die Lohnkosten mit einem Anstieg um 0,4 Prozent höher aus als ursprünglich erwartet. Die Zahl neugeschaffener Stellen blieb ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. Weiter belasten Gewinnwarnungen die Märkte.

Die Zahl der Arbeitslosen blieb wie bereits im Vormonat bei 4,0 Prozent. Analysten hatten mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Die Zahl neuer Arbeitsplätze beläuft sich im vergangenen Monat auf rund 105.000 Stück. Damit bleibt auch diese Zahl unter den Erwartungen der Analysten von 113.000 zurück. Im Vormonat waren noch doppelt so viele Arbeitsplätze geschaffen worden. Analystenstimmen häufen sich, nach denen die Zahl der Arbeitslosen in diesem Jahr weiter steigen werde. Schuld daran soll nicht nur die rückläufige Zahl neuer Arbeitsplätze sein, sondern auch die zunehmend abkühlende US-Konjunktur und sinkenden Konsumentenausgaben.



Die Lohnkosten stiegen im Dezember von 0,3 Prozent im Vormonat auf 0,4 Prozent. Damit steigt der Lohndruck. Doch die Angst vor einer möglichen Inflation dürfte zur Zeit nicht das Thema sein. Es ist viel mehr die Angst vor einer harten Landung der US-Wirtschaft, der nach zahlreichen Zinserhöhungen die Triebkraft genommen wurde.



Vor allem Unternehmen des Internetsektors hatten in den vergangenen Wochen bekannt gegeben Arbeitskräfte zu entlassen. Eines von ihnen ist der Online-Spielzeughändler Etoys. Das Unternehmen gab gestern bekannt 70 Prozent seiner 1000 Angestellten entlassen zu wollen. Auch Sears Roebuck, Amerikas größte Kaufhauskette, meldete gestern nach Handelsschluss den Abbau von 2.400 Stellen. Zudem werden 89 Geschäfte geschlossen. Im vierten Quartal werden durch die Maßnahmen zusätzliche Kosten in Höhe von 100 Millionen Dollar anfallen.



Zu den Verlierern gehören zur Stunde die Aktien von Hersteller von Kommunikationszubehör. Next Level und Copper Mountain reduzieren die Gewinn- und Umsatzerwartungen nach unten. Sapient warnte die Anleger ebenfalls vor, dass der Gewinn des vierten Quartals die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen werde. Die Aktie des Herstellers von Software- und Internetsystemen verlor im frühen Handel fast 26 Prozent an Wert.



Die Aktie von Delta verliert leicht an Wert, nachdem die Fluggesellschaft die Umsatzerwartungen für das vergangene Quartal auf 65 bis 75 Millionen Dollar reduzierte. Damit werden die Einnahmen die ursprünglichen Prognosen nicht erfüllen. Alleine im Dezember musst die Fluggesellschaft rund 7500 Flüge stornieren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×