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09.01.2001

15:18 Uhr

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Wall Street sollte behauptet eröffnen

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Es sieht nach einem behaupteten Handelsstart an New Yorks Wall Street aus. Während erfreuliche Nachrichten bei I2 Technologies dem Markt Auftrieb geben dürften, verlieren Amazon.com und Nokia vorbörslich an Wert. Nachdem die Eröffnungsindikatoren am Morgen zunächst einheitlich in der Verlustzone notierten, konnte sich sowohl der S&P 500 Future als auch der Nasdaq Future ins Plus vorkämpfen.

Nokia

Mobiltelefone sind zwar populär, doch so beliebt wie es das Management für das vergangene Jahr prognostiziert hatte, waren sie doch nicht. Der finnische Konzern konnte die Umsatzzahlen zwar im Vergleich zum Vorjahr um 64 Prozent steigern, verfehlte mit 128 Millionen verkauften Handys jedoch die Erwartungen. Erst Anfang Dezember hatte die Unternehmensleitung die Prognosen bis zum Jahr 2003 nach oben korrigiert. Bei weltweit 405 Millionen verkauften Handys kann Nokia jedoch immer noch ein Drittel der verkauften Mobiltelefone auf sich vereinen. Lehman Brothers empfiehlt die Aktie weiterhin als "Outperformer", die Anleger zeigen sich dennoch enttäuscht. Die Aktie verliert vorbörslich fast 20 Prozent



Auch Amazon.com verliert vorbörslich. Am Montag hatte der Onlinehändler die Verkaufszahlen für das vierte Quartal vorgelegt. Demnach sind die Umsätze zwar um 40 Prozent gestiegen, doch Analysten hatten mit 45 Prozent Zuwachs gerechnet. Insbesondere in der Weihnachtssaison waren die Erwartungen an Amazon.com hoch. Die Experten bezweifeln die Profitabilität des Unternehmens. Die Analysten befürchten nun, dass dem Internetbuchhändler das Geld ausgehen könnte. Goldman Sachs stuft die Aktie auf "Market Outperformer" herab.



Gestern nach Börsenschluss teilte I2 Technologies mit, dass das Ergebnis des vierten Quartals die Schätzungen der Analysten schlagen wird. Der Hersteller von B2B-Software erwartet anstatt 342 Millionen Dollar einen Umsatz von 370 Millionen, Heute melden sich die Analysten begeistert zu Wort. Die Credit Suisse empfiehlt die Aktie zum "aggressiven Kauf". Der gestrige Höhenflug der Aktie kann voraussichtlich heute fortgeführt werden. I2 Technologies Erwartungen könnten auch den Herstellern von Software für Internetmarktplätze wie Ariba und Commerce One zu einem guten Tag verhelfen.



Die gebeutelte Telefongesellschaft AT&T tendiert vorbörslich starker. Unterstützung erhält der Wert am Morgen vom Analystenhaus Morgan Stanley, das die AT&T Aktie für zu billig hält. Der Analyst Simon Flannery stuft den Wert auf "aggressiv kaufen" auf, da das Papier um 75 Prozent unterbewertet sei. Die anstehende Aufspaltung des Unternehmens in vier börsennotierte Teile könne den Wert für Anleger wieder attraktiv machen.



Kursgewinne dürften Tabakwerte verzeichnen. Investmentbank Goldman Sachs sagt dem Sektor robuste Quartalsergebnisse voraus. Während der US Zigarettenmarkt eine Phase der Stabilisierung durchläuft, steigt die Nachfrage im Ausland. Zigarettenkonzerne profitieren von soliden Cash Flows, erweiterten Aktienrückkaufprogrammen und höherem Zinseinkommen. Die Analysten sagen dem Sektor für das laufende Jahr eine bessere Entwicklung als dem Markt voraus. Weiterhin solide Ertragsaussichten und das rückläufige Risiko weiterer Raucherklagen unterstützen die Aktien. Sowohl Philip Morris als auch Loews sollten heute von der Einschätzung profitieren.



Kurs einbüßen dürfte am Morgen Du Pont. J.P. Morgen stuft die Aktie des Chemiekonzerns von "kaufen" auf "market performer". Als Grund nennen die Analysten steigende Rohstoffpreise, die den Konzern belasten dürften.

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